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„Wir sind hier, um zu bleiben.“

Am 16. Juni kamen bei der Veranstaltung „CREATIVE.Spaces exploring Good Work“ im Bielefelder Kulturhaus Ostblock e.V. über 50 Kreativschaffende und Interessierte zusammen, um über die Bedeutung guter Zusammen-Arbeit im Allgemeinen und die Zukunftsperspektiven des kreativen Netzwerks im Speziellen zu sprechen. Im Rahmen von Workshops und einer Podiumsdiskussion kamen die Teilnehmer:innen zu dem Ergebnis, dass politische Allianzen geschaffen werden müssen, um dem Verein eine langfristige Perspektive zu ermöglichen. 

Fotos: Heide Fernandes da Silva und Achim Borchers

Vor dem offiziellen Teil der Veranstaltung kamen zunächst Vertreter*innen von CREATIVE.Spaces aus ganz NRW mit Vertreter:innen des Kulturhauses zusammen, um sich nach kurzen Impulsvorträgen von Sascha Kullak (B-Side Münster) und Caroline Uhlig (complan Kommunalberatung) in Workshops zu den verschiedenen Herausforderungen auszutauschen. Dabei ging es zum einen um die Bedeutung des Kulturhauses für den Standort Bielefeld und zum anderen darum, was das Haus von den Akteur:innen aus Aachen, Haldern, Paderborn, Bochum, Münster, Dortmund, Reelkirchen und Remscheid und deren Erfahrungen lernen kann.

Da das Kulturhaus vor der Unsicherheit steht, eventuell keine Mietverlängerung für das von der Initiative seit 2019 bespielte Gebäude zu bekommen, drehte sich die Podiumsdiskussion vor allem um die Frage: Wie kann sich das Kulturhaus langfristig etablieren und absichern? Marvin Krühler (Kulturhaus Bielefeld) macht zu Beginn klar: „Wir sind gekommen, um zu bleiben.“ Auch Sascha Kullak ist der Meinung, dass die Zukunft der Initiative nicht unwesentlich von dem Ort abhängig ist, der einen wichtigen Identifikationsfaktor schafft. Caroline Uhlig merkte zudem an, dass Bielefeld sehr viele institutionelle Kultureinrichtungen habe und ein Ort der freien Entfaltung bisher gefehlt habe, was durch die große Nachfrage eindeutig bestätigt werde. Dass das Kulturhaus auch über die Stadt hinaus in die Region wirkt, betonte Jana Duda (OWL Kulturbüro) und ergänzte, wie wichtig solche Freiräume für Kreative sind – eine nachhaltige Weiterführung sei jedoch nur mit der Aussicht auf eine langfristige Perspektive möglich. Lisa Brokerhoff (Ratsmitglied und Kulturausschussvorsitzende) sprach dem Kulturhaus ihre Unterstützung zu und möchte sich für eine politische Allianz im Rat einsetzen. Zudem ist die Idee entstanden, einen runden Tisch zu initiieren, an dem alle wichtigen Entscheidungsträger:innen gemeinsam an einer langfristigen Perspektive für das kreative Netzwerk arbeiten.

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