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Wirtschaft beginnt mit einer Idee

Neue Lösungen für die wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu finden, das ist die große Stärke der Kreativwirtschaft – von kreativen Menschen aus elf unterschiedlichen Branchen, denen es gelingt, scheinbar festgefahrene Prozesse und Strukturen aufzubrechen, Dinge neu zu denken und Aufgaben aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

creative.challenges? creative.solutions!

Bei unserem Cross-Innovation-Format creative.challenges erarbeiten beispielsweise Designer:innen, Architekt:innen, Künstler:innen oder Game-Entwickler:innen neuartige Lösungsvorschläge für konkrete Herausforderungen, vor denen Unternehmen stehen. Jährlich können sich Unternehmen als sogenannte Challenge-Geber:innen bewerben. Sie bringen eine zentrale Herausforderung mit, für die sie sich kreative und unkonventionelle Lösungsvorschläge wünschen. Auf der anderen Seite entwickeln kuratierte Kreativ-Teams Ideen, wie man diesen Herausforderungen begegnen könnte. Dabei entstehen cross-innovative Konzepte, die live vor Publikum und der NRW-Wirtschaftsministerin vorgestellt werden.

Zeitplan creative.challenges 2026

Ergebnisse und Best Cases

Die Erfahrung zeigt, dass das Format funktioniert. Bereits seit 2022 profitieren Unternehmen von den Ideen, die sich durch die creative.challenges ergeben.

Best Case: Fachkräftesicherung

Wie kann eine gemeinsame Strategie zur Sicherung und Entwicklung von Fachkräften aussehen, die Unternehmen und Fachkräfte im Rheinischen Revier adressiert und motiviert sowie den Anforderungen der digitalen Transformation gerecht wird und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig sichert?

Diese Herausforderung hatten im November 2024 die Unternehmen 3WIN Maschinenbau GmbH und Roskopf Unternehmensgruppe aus dem Rheinischen Revier gestellt.

Logo 3WIN

Logo Roskopf

Das Gewinner:innen-Team hat die Initiative „Mein ReWIR!“ mit dem Slogan „Bester Player im Revier werden“ entwickelt. Mit Analogien aus dem Fußballbereich will es spielerisch den Teamgeist wecken und die Mitarbeitenden motivieren, sich weiterzuentwickeln, um letztlich ihre eigene Lebensqualität zu sichern.

Ramona Swhajor, Catalina Biemans, Arne Gels und Mona Steinhäußer
Meike Jungbluth

„Ich bedauere, nicht vorher den Kontakt zur Kreativwirtschaft gesucht und mich dadurch um Erkenntnisse beraubt zu haben.“

Meike Jungbluth

Geschäftsführerin Roskopf Unternehmensgruppe

Die Jury bestand aus Sabine Bergs (3WIN Maschinenbau GmbH), Georg Buß (3WIN Maschinenbau GmbH), Meike Jungbluth (Roskopf Unternehmensgruppe), Ralf Holtkötter (Agentur für Arbeit Brühl), Nelly Kostadinova (BVMW) und Ralf Nähring (dreiform GmbH und dnxt GmbH).

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Best Case: Kreislaufwirtschaft

Wie kann Covestro zu einem Rahmen beitragen, in dem Verpackungshersteller, Rohstoffhersteller, Recyclingunternehmen, Politik und Kund:innen für das Erreichen eines zirkulären, transparenten Verpackungssystems zusammenarbeiten?

Diese Herausforderung hatte im November 2023 das Unternehmen Covestro, einer der weltweit führenden Hersteller von Hightech-Kunststoffen aus Leverkusen, gestellt.

Logo Covestro

Das Gewinner:innen-Team hat den „Circular City Contest“ entwickelt. Der Contest, bei dem beispielsweise Köln gegen Düsseldorf oder Dortmund gegen Gelsenkirchen antreten, bringt Menschen rund um das Thema Verpackung, Müllvermeidung und Recycling spielerisch zusammen.

Beispielbild Circular City Contest Covestro Challenge Team A

Aus dieser bei den creative.challenges entwickelten Idee ist der Circular City Contest NRW entstanden – ein gemeinsames Projekt von Wirtschaftsförderung Dortmund, netz.NRW (Konsortialführung), die Urbanisten e.V. und Fraunhofer UMSICHT. Ziel ist es, Kreislaufwirtschaft im Alltag attraktiv und leicht umsetzbar zu machen. Von Juli 2025 bis Juni 2028 werden dafür spielerische, zielgruppenspezifische Challenges entwickelt – zunächst zu Ernährung und Elektronik.

Portraitfoto von Svenja Noltemeyer

„Nur mit Kreativen lassen sich die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen.“

Svenja Noltemeyer

Vorständin netz.NRW e.V., Mitgründerin die urbanisten e.V.

Die Jury bestand aus Dr. Christos Lecou, (Covestro), Monika Lichtinghagen-Wirths (Bergischer Abfallwirtschaftsverband) und Dr. Justus von Geibler (Wuppertal Institut).

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Best Case: Gemeinwohlorientierte Ressourcennutzung

Wie können wir noch mehr Unternehmen dafür gewinnen, nicht mehr verkaufsfähige Produkte für die Weiterverwendung im sozialen Sektor zu spenden?

Diese Herausforderung hatte im Dezember 2025 die gemeinnützige innatura GmbH mit Sitz in Köln gestellt. Das Unternehmen schlägt die Brücke zwischen spendenwilligen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen, die vielfältige Sachmittel für ihre Arbeit benötigen. Innatura akquiriert die Sachspenden, bietet Lagerhaltung und Logistik und vermittelt die Produkte über eine Online-Plattform an gemeinnützige Organisationen.

Logo innatura

Das Gewinner:innen-Team entwickelte den Lösungsansatz, die gespendeten Produkte als „2nd Chance Products“ in den Fokus zu rücken, indem sie personifiziert werden und ihren Weg von der Produktion in den sozialen Sektor selbst erzählen.

Team A, Challenge 1, der creative.challenges 2025

Im April 2026 hat innatura das Kreativ-Team beauftragt, ihren Lösungsvorschlag umzusetzen.

Dr. Juliane Kronen

„Kreative übertragen furchtlos Lösungsansätze aus völlig anderen Anwendungsfeldern. Sie verfügen über andere fachliche und methodische Ansätze als klassisch ausgebildete Führungskräfte aus BWL und Jura. Dadurch entstehen Lösungen, die wirklich ‚out of the box‘ sind.“

Dr. Juliane Kronen

Geschäftsführerin innatura gGmbH

Foto: Martina Goyert

Die Jury bestand aus Eva Schiele-Recknagel (innatura gGmbH), Christiane Uhl (innatura gGmbH), Miriam Sauvage (WPP Media) und Monika Focks (Tchibo GmbH).

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„Die Zeit ruft nach Kreativität, nach Fantasie und innovativen Ansätzen. Um den komplexen Herausforderungen der doppelten Transformation mit dem Weg zur Klimaneutralität und dem Übergang zur digitalen Gesellschaft zu begegnen, braucht es branchenübergreifende Kooperation und neue Herangehensweisen. Wer Kreativität im Namen und im Herzen führt, ist dabei selbstverständlich eine wichtige Partnerin und Impulsgeberin: Die Kreativwirtschaft steht für frisches Denken und das Aufbrechen alter Muster. Wie das zur Lösung konkreter Herausforderungen genutzt werden kann, zeigt das Projekt creative.challenges, mit dem creative.nrw kreative Köpfe mit Unternehmen vernetzt. Wer Challenges suchen und Lösungen finden möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu bewerben.“

Mona Neubaur
Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Foto: ©Land NRW/R. Sondermann

Fotos creative.challenges: Bozica Babic, Simon Fricke