Artikel

CREATIVE.NRW

Skulptur Projekte Münster: Kunst und Diskurs im Stadtraum

Alle zehn Jahre verwandeln die Skulptur Projekte die Stadt Münster in ein riesiges Open-Air-Museum, in dem internationale Positionen zeitgenössischer Kunst präsentiert werden. Die fünfte Ausgabe läuft vom 10. Juni bis zum 1. Oktober und setzt den thematischen Fokus auf das Verhältnis von öffentlichem und privatem Raum in Zeiten zunehmender Digitalisierung.

Insgesamt 35 KünstlerInnen aus 19 Ländern haben sich mit dem Stadtraum Münster auseinandergesetzt und ortspezifische Arbeiten entwickelt, darunter Pierre Huyghe, Nicole Eisenman, Gregor Schneider und Thomas Schütte. Das Spektrum der Arbeiten reicht von bildhauerischen Positionen bis zu temporären Installationen und Performances, mit denen sich die Kunst in die baulichen, historischen und gesellschaftlichen Kontexte der Stadt einschreibt.

Die Frage nach Mechanismen, Formwerdungen und Wirkungen von Digitalisierung und Globalisierung diente den Kuratoren als imaginärer Leitfaden und schlug sich bereits in der im Vorfeld veröffentlichen Publikationsreihe „Out of ...“ nieder. Neu in 2017 ist die Auseinandersetzung und Kooperation der Skulptur Projekte mit der 60 km westlich gelegenen Stadt Marl. Neben KünstlerInnen, die in beiden Städten arbeiten, gibt es u.a. die Ausstellung „Skulpturentausch“ mit Modellen der Skulptur Projekte im Skulpturenmuseum Glaskasten Marl und AutorInnen, die über beide Städte schreiben.

Darüber hinaus organisiert die Initiative Freihaus ms, eine Gruppe interdisziplinär arbeitender Kulturschaffender aus Münster, parallel zur Ausstellung die Plattform „Stadt ist, wenn man drüber spricht“. In mehr als 30 Veranstaltungen wird die Bedeutung von Kunst, Architektur sowie Stadt- und Baukultur für den Lebensraum Stadt diskutiert.

Mehr Informationen