Rückblick: VR @ INTERACTIVE Festival 2017

Am 16. und 17. August standen beim INTERACTIVE Festival in der IHK Köln verschiedene Facetten der digitalen Transformation im Fokus. CREATIVE.NRW war Partner des Konferenztracks #Media/VR und zeigte mit Präsentationen, Diskussionen und einem Virtual-Reality-Kino, wie man Geschichten in 360 Grad erzählt.

Den Anfang machte Linda Rath-Wiggins, Mitbegründerin und CEO des Berliner Virtual-Reality-Studios Vragments. Sie stellte das Online-Tool Fader vor, das es Nutzern ermöglicht, schnell und unkompliziert eigene VR-Storys zu erstellen, zu bearbeiten und anschließend im Browser zu veröffentlichen (mehr Infos dazu in unserem CREATIVE.Talk). Kaan Karaca von der Kölner Agentur DigitasLBi sprach in seinem Vortrag über den „Connected Consumer“ und erklärte, wie Augmented und Virtual Reality die Markenwirkung auf den Konsumenten verändern kann. Sein Rat an die Konferenzteilnehmer: „Verwenden Sie VR und AR, damit Sie in Erinnerung bleiben!“

Philipp Liesenfeld und Patrick Kress vom 1. FC Köln berichteten, wie der Fußballverein den Weg der digitalen Transformation selbst entwickelt hat. Die digitale Strategie des Bundesligisten reicht von digitalen Angeboten für die Fans über ein smartes Stadion, automatisierte Arbeitsprozesse bis zu datenbasiertem Team-Training. So hat der FC u.a. in diesem Jahr ein 360-Grad-Trainingsvideo veröffentlicht, das die Fans in die Mitte des Spielerkreises versetzt.

Zum Abschluss trafen sich Linda Rath-Wiggins (Vragments), Philipp Liesenfeld (1. FC Köln), David Ohrndorf (WDR) und Michael Brink (LAVAlabs Moving Images) auf dem Panel zum Thema „Tell Your Story through VR“. David Ohrndorf betonte die Bedeutung von Virtual Reality für den Journalismus durch ihr immersives Potenzial: „Journalisten wollen Leuten Situationen möglichst nahe bringen. VR macht das alleine durch die Technik möglich.“ Dass die Anwendung dieser Technik durch Fader nun auf Produzentenseite erleichtert wird, freut Linda Rath-Wiggins: „Es ist sehr spannend zu beobachten, wie und wofür die Leute das Tool nutzen, z.B. für Bewerbungsvideos.“ Ob VR unsere Sehgewohnheiten verändern wird, ist nach Meinung von Philipp Liesenfeld schwer einzuschätzen, da die Technik noch nicht so weit verbreitet ist. Michael Brink stellte u.a. den Innovationshub vor, in dem Hochschulen und Unternehmen gemeinsam an digitalen Lösungen arbeiten. Er betonte, dass es nicht immer Virtual Reality sein muss. Man müsse vielmehr eine Technologie entwickeln, die zum Projekt passt.

Zum Abschluss des Tages trafen sich die Teilnehmer und Referenten zum Get-Together auf dem Börsenplatz, zu dem CREATIVE.NRW und das Mediennetzwerk.NRW eingeladen hatten.

An beiden Konferenztagen und auch auf der c/o pop Convention am 17. und 18. August konnten die Besucher im eigens eingerichteten Virtual-Reality-Kino auf Drehstühlen Platz nehmen und selbst in verschiedenste 360-Grad-Filme aus den Bereichen Journalismus, PR/Werbung, Musikvideos, Sport und Fiction eintauchen. Im Foyer präsentierte der Innovationshub verschiedene AR- und VR-Anwendungen, die auch selbst ausprobiert werden konnten.

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