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„back2live“ – Aktion der Kultur- und Kreativszene in Essen

Mit der Kampagne „back2live“ möchten Essener Kulturschaffende auf die Schönheit und Vielfalt der Kultur- und Kreativszene aufmerksam machen und sich so dem pandemiebedingten Besucherschwund entgegenstellen. Vom 17. Oktober bis zum 30. November 2022 findet eine Vielzahl an Aktionen statt, von Lesungen über Livemusik bis hin zu Führungen. Gast einer Gesprächsrunde im Rahmen der Eröffnung am 17. Oktober ist auch unser Creative.NRW-Projektleiter Lars Terlinden.

Die Eröffnungsveranstaltung in der Essener Lichtburg bietet bereits eine kleine Voraussicht auf die kommenden Wochen, eine genauere Vorstellung der Kampagne und des „back2live“-Teams. Zwei Gesprächsrunden unter der Mitwirkung einzelner Kulturakteur:innen sowie ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Ulrich Hein von der Uni Duisburg-Essen gehen u.a. der Frage nach, wie sich die Situation während und nach der Pandemie darstellt, betrachten die aktuelle Lage der Kultur- und Kreativszene und wagen den Versuch einer Prognose. 

Die Dauer der pandemiebedingten Einschränkungen führte zu einer Neubewertung von Livekultur und ihrer Alternativen von Seiten des Publikums. Der kommunikative Faden zwischen den Kulturanbieter:innen und ihrem Publikum ist zum Teil gänzlich abgerissen und muss mühsam wieder reaktiviert werden. Im Vergleich zur ersten Jahreshälfte in 2019 konnten zum Beispiel in den Essener Theatern, trotz gelockerter oder aufgehobener Coronamaßnahmen, im Durchschnitt nur 57 Prozent der Zuschauer wieder zu einem Besuch gewonnen werden.

Die gemeinsame Aktion der Essener Kreativ- und Kulturwirtschaft ist beispielgebend für die großen Herausforderungen, vor denen die Kultur- und Kreativszene, die Clubs und Spielstätten sowie die öffentlichen Kulturinstitutionen in NRW und bundesweit im dritten Jahr der Corona-Pandemie und angesichts weiter steigender Energiepreise stehen. Auch die Festivalbranche hat zu kämpfen, etwa unser CREATIVE.Space Haldern Pop Haus. Gerade mittlere Festivals hätten es heutzutage schwerer, sagte Haldern-Pop-Macher Stefan Reichmann kürzlich dem WDR: „Ich denke, die Leute sind gerade nicht so super bereit für Überraschungen oder sich in irgendein Abenteuer zu begeben, Karten für ein Programm zu kaufen, wo sie nicht zu hundert Prozent wissen, was sie da wirklich für kriegen.“ 

In dem Artikel des WDR heißt es weiter: Laut dem in der Coronakrise gegründeten Bündnis „AlarmstufeRot“ aus einflussreichen Initiativen und Verbänden der deutschen Veranstaltungswirtschaft werden derzeit 65 Prozent der geplanten Veranstaltungen abgesagt.

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