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Am 19. November 2020 wurde zum dritten Mal der urbanana-Award verliehen – diesmal im Livestream –, und CREATIVE.NRW war erneut Kooperationspartner. Die Gewinner-Projekte zeigen, dass Tourismus- und Kreativwirtschaft auf die aktuelle Krise gemeinsam mit innovativen und oftmals digitalen Ideen reagieren.

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/news/artikel/urbanana-award-fuer-kreativen-staedtetourismus-verliehen.html

Am 15. September 2020 veranstaltete CREATIVE.NRW zum zweiten Mal einen Funding Day, dieses Mal in Kooperation mit dem Mediennetzwerk.NRW und im Rahmen der Startup-Woche Düsseldorf. Die Veranstaltung gibt Gründer*innen und Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft einen Überblick über öffentliche Förderprogramme und alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Programm Teil 2:

00:00:00: Förderung Games/Interaktive Inhalte der Film- und Medienstiftung NRW, Till Hardy (Film- und Medienstiftung NRW)

00:26:23: IGP – Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen des BMWi (Schwerpunkt „Social Impact“), Dr. Julian Stubbe (VDI/VDE Innovation + Technik GmbH)

00:58:39: Sonderprogramm Neustart Kultur des Fonds Soziokultur, Silvia Bonadiman (Fonds Soziokultur)

01:21:38: Creative Europe Kultur, Sophia Hodge (Creative Europe Desk Kultur)

 

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/news/artikel/funding-day.html

Am 15. September 2020 veranstaltete CREATIVE.NRW zum zweiten Mal einen Funding Day, dieses Mal in Kooperation mit dem Mediennetzwerk.NRW und im Rahmen der Startup-Woche Düsseldorf. Die Veranstaltung gab Gründer*innen und Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft einen Überblick über öffentliche Förderprogramme und alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

 

Programm Teil 1:

00:09:18: MGZstart – Stipendium des Mediengründerzentrum NRW, Joachim Ortmanns (Mediengründerzentrum NRW)

00:34:50: Gründerstipendium NRW, Christina Lotter (Projektträger Jülich / PTJ)

00:56:20: Crowdfunding, Anja Thonig (Crowdfunding Campus)

 

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/news/artikel/funding-day.html

Welche innovativen Formen der Zusammenarbeit ermöglicht Virtual Reality, und wie verändert diese Technologie die Arbeitswelt? Am 21. August 2020 beleuchtete CREATIVE.NRW in Kooperation mit dem Ersten deutschen Fachverband für Virtual Reality (EDFVR) das Potenzial von VR für Good Work. Das Panel fand im Rahmen des Places_Virtual Reality Festivals in Gelsenkirchen-Ückendorf statt und wurde live gestreamt.

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/news/artikel/vr-meets-good-work.html

In der letzten Ausgabe der Reihe „Creative Content und digitale Diskurse“ zum EU-Urheberrecht ging es um die „Holistische Perspektive“: Der ARD-Digitalexperte Dennis Horn diskutierte mit dem Komponisten und Urheberrechtsaktivisten Matthias Hornschuh über das Fehlen einer ordnungspolitischen Zielvorstellung und dessen Folgen. Warum Dinge, die man nicht zusammen denkt, selten in ein Bild passen – und was das für die Digitalpolitik bedeutet. Moderiert von Dr. Jessica Sänger (Rechtsanwältin, Börsenverein des Deutschen Buchhandels).

 

Die Corona-Krise treibt endlich die Digitalisierung der Gesellschaft voran. Die Dinge fliegen uns in der digitalisierten Gesellschaft um die Ohren. Kann es sein, dass das eine wie das andere stimmt? Dass, anders gesagt, die Gesellschaft vieles nachzuholen hat in Sachen (technischer) Digitalisierung wie auch hinsichtlich der internationalen Handelsbedingungen? Die Briten diskutieren erregt über die „Duty of Care“, die Sorgfaltspflicht – es geht also um Verantwortung. Doch die ist irgendwo im Wirrwarr zwischen Ländern, Bund und EU, zwischen IT- und Medienrecht, Verbraucherschutz, Urheberrecht und Kartellrecht verlorengegangen. Machen wir uns auf die Suche!

 

Die Online-Diskursreihe wurde von CREATIVE.NRW in Kooperation mit der Initiative Urheberrecht initiiert, um eine Annäherung zwischen den verschiedenen Positionen in der Debatte um das EU-Urheberrecht zu erreichen und mögliche gemeinsame Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

 

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/news/artikel/creative-content-und-digitale-diskurse-2-4.html

Unter dem Titel „Dein Verwerter frisst dich auf.“ diskutierten am 2. Juni 2020 Mario Giordano (Autor) und Prof. Dr. Leonhard Dobusch (Wirtschaftswissenschaftler, Universität Innsbruck) über Ökosysteme, Symbiosen und Kannibalismus im Kulturmarkt, moderiert von Dr. Jessica Sänger (Rechtsanwältin, Börsenverein des Deutschen Buchhandels).

 

Wer auch immer sich professionalisiert in einer künstlerischen Tätigkeit, wird früher oder später Hilfe in Anspruch nehmen, etwa durch einen Agenten oder einen Verlag. Verlage und Labels gehören zu den sogenannten Verwertern; gute Verwerter können unverzichtbare, symbiotische Partner sein. Doch die Interessen sind nicht immer deckungsgleich. Was tun im Konfliktfall? Wer oder was hilft dann? Und ist der Konflikt möglicherweise ein immanenter – also bereits angelegt im Urheber-Verwerter-Verhältnis?

 

Die Online-Diskursreihe wurde von CREATIVE.NRW in Kooperation mit der Initiative Urheberrecht initiiert, um eine Annäherung zwischen den verschiedenen Positionen in der Debatte um das EU-Urheberrecht zu erreichen und mögliche gemeinsame Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

 

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/news/artikel/creative-content-und-digitale-diskurse-2-4.html

Am 15. Mai 2020 Woche blickte das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes aus Perspektive der Institutionen, Verbände und Akteur*innen auf die aktuelle Lage in der Corona-Krise: Wie geht die Branche damit um? Wo kann die Kultur-und Kreativwirtschaft – trotz eigener wirtschaftlicher Betroffenheit – gerade jetzt Innovationen vorantreiben für die Welt nach der Pandemie? Und wie könnte nach den ersten Lockerungen nun das “Hochfahren” der Branche aussehen?

Als Gäste mit dabei waren Claudia Jericho (Leiterin Geschäftsstelle CREATIVE.NRW), Karsten Henze (Vorstandsvorsitzender, IDZ | Internationales Design Zentrum Berlin) und Sebastian Thies (Gründer, nat-2TM), Moderation: Simone Orgel (Digital Strategist).

Am 19. Mai 2020 ging die Online-Diskursreihe zur EU-Urheberrechtsrichtlinie in die nächste Runde. Unter dem Titel „Grenzenlos? Zwischen Kunstfreiheit und Meinungsfreiheit“ trafen sich die Psychologin und Autorin Marina Weisband und der Rechtsanwalt Reinher Karl zum zweiten digitalen Schlagabtausch.

 

Was ist das eigentlich: Freiheit? Ist sie als die Abwesenheit von etwas zu beschreiben (Einschränkungen, Zwang, Angst) oder als Gewährleistung von etwas (Schutz, Sicherheit)? Was, wenn die Freiheit des Einen eine Vergütungspflicht voraussetzt – und die Freiheit des Anderen eine Vergütungsfreiheit? Wie lassen sich Interessen beschreiben – und wie in eine Balance bringen?

 

Die Veranstaltungsreihe wurde von CREATIVE.NRW in Kooperation mit der Initiative Urheberrecht initiiert, um eine Annäherung zwischen den verschiedenen Positionen in der Debatte um das EU-Urheberrecht zu erreichen und mögliche gemeinsame Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

 

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/news/artikel/creative-content-und-digitale-diskurse-2-4.html

Am 5. Mai begann eine Reihe an virtuellen Schlagabtauschen zu den unterschiedlichen Aspekten der EU-Urheberrechtsrichtlinie, die Kreativ- und Digitalwirtschaft in den Dialog bringen will – initiiert von CREATIVE.NRW in Kooperation mit der Initiative Urheberrecht.

 

Ein Schutzrecht als Dystopie. Differenzierung und Erfahrungswissen als Ausweg? Unter dem Titel „Das Ende! Nur von was? Die EU-Urheberrechtsrichtlinie und die mit ihr verbundenen Hoffnungen und Befürchtungen“ trifft Matthias Hornschuh (Filmkomponist und Vorsitzender von (mediamusic e.V. | berufsverband medienmusik) auf den Wirtschaftspublizisten und Blogger Gunnar Sohn (ichsagmal), moderiert von der Rechtsanwältin Dr. Kerstin Bäcker.

 

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/news/artikel/creative-content-und-digitale-diskurse.html

Am 28. April 2020 hat CREATIVE.NRW zum vierten Mal die Auszeichnung CREATIVE.Spaces verliehen und feierte damit zugleich eine Premiere: Erstmals fand die offizielle Preisverleihung digital im Livestream statt. Das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft des Landes NRW vergab mit der Auszeichnung insgesamt 25.000 Euro an fünf Initiativen, die die Jury durch ihre herausragende Netzwerkarbeit und ihr Engagement in der Kultur- und Kreativwirtschaft überzeugen konnten: die Urbanisten (Dortmund), Flora & Fauna (Düsseldorf), Freischwimmer (Krefeld), Haldern Pop Haus (Haldern) und Impact Hub Ruhr (Essen).

Am 23. April 2020 startete CREATIVE.NRW in Kooperation mit der Initiative Urheberrecht eine Online-Diskursreihe zu den Chancen und Herausforderungen der EU-Urheberrechtsrichtlinie. Dabei werden verschiedene Positionen aus der Kreativ- und Digitalwirtschaft in den Austausch gebracht, um eine Annäherung zu erreichen und mögliche gemeinsame Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Als Sonderveranstaltung zum UNESCO Welttag des Buchs und des Urheberrechts begann die Reihe mit einem Digitalsymposium zunächst aus der Perspektive der kreativen Urheber*innen. Aus Anlass ihres zwanzigjährigen Bestehens gab die Initiative Urheberrecht am 23. April um 17:00 Uhr einen aktuellen Lagebericht. Unter der Moderation von Milena Fessmann trafen sich der Sprecher der Initiative Urheberrecht Prof. Dr. Gerhard Pfennig, die Schriftstellerin und Präsidentin des European Writers Council (EWC) Nina George, der Komponist und Musikproduzent Dr. Anselm Kreuzer (Composers Club), Dr. Urban Pappi, Geschäftsführender Vorstand der VG Bild-Kunst, Hanna Möllers, Justiziarin des DJV, sowie der Filmkomponist Matthias Hornschuh (mediamusic e.V. | berufsverband medienmusik) im digitalen Raum.

 

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/news/artikel/creative-content-und-digitale-diskurse.html

Was muss passieren, damit gute Arbeit in Quartiersentwicklungsprojekten möglich ist? Darüber haben am 25. November über 50 Gäste im Rahmen der Roadshow „CREATIVE.Spaces exploring Good Work“ im Remscheider Stadtteil Honsberg auf Einladung des CREATIVE.Space Ins Blaue e.V. gesprochen. Neben vielen kreativen Akteur*innen waren auch Vertreter*innen aus Stadt und Wirtschaft dabei, die sich mit konkreten Ideen in die Diskussion unter dem Titel „Raum, Arbeit, Kapital.“ eingebracht haben.

Was sind kreative Arbeitsstrukturen, und warum sind kreative Akteur*innen unerlässlich für die Prozesse rund um das Thema „Good Work“? Darum ging es am 26. September bei der ersten Station der CREATIVE.Spaces Roadshow, zu der die Insane Urban Cowboys nach Gelsenkirchen-Ückendorf eingeladen hatten. Akteur*innen aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Kreativwirtschaft kamen zusammen, um über aktuelle Herausforderungen im Kontext „Neue Arbeit“ zu sprechen.

Zum dritten Mal vergab CREATIVE.NRW, das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft des Landes NRW, die Auszeichnung CREATIVE.Spaces. Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Preis ging an fünf Initiativen, die sich in herausragendem Maße für die Kreativwirtschaft in NRW einsetzen: B-Side Kultur e.V. (Münster) / Insane Urban Cowboys (Gelsenkirchen) / Ins Blaue (Remscheid) / Kulturhaus Bielefeld e.V. / KUNST-WERK am Kaiserhaus (Arnsberg).

Am Freitag, dem 22. Februar 2019 feierte CREATIVE.NRW zusammen mit THE DORF und den weiteren CREATIVE.Spaces des Jahres 2018 im Innovationshub und im Hotel Friends in Düsseldorf den Abschluss der „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ Roadshow.

Es geht auch anders: So könnte das Resümee des Kongresses „Werte Wandel Widersprüche – Die neuen Gesetze der Innovation“ lauten, der am 6. Dezember 2018 in Düsseldorf stattfand. Rund 100 Interessierte waren in die Alte Kämmerei gekommen, um sich von den Innovatoren und der außergewöhnlichen Location inspirieren zu lassen. Der Kongress war mit geballter Kraft der drei kreativwirtschaftlichen Kompetenzzentren des Bundes, des Landes NRW und der Landeshauptstadt Düsseldorf organisiert worden. Er widmete sich dem neuen Verständnis von Ressourcen und Werten sowie unternehmerischen Strategien, die über bewusst eingegangene Umwege und Widersprüche innovative Produkte und Dienstleistungen hervorbringen.

Am 12. Januar 2019 fand das vom MediaLAB.NRW veranstaltete MediaCampNRW im Rahmen der „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ Roadshow in Oberhausen statt. Das Thema „Aufmerksamkeit als Währung der Zukunft“ lockte rund 100 hochmotivierte Teilnehmer*innen.

Unter dem Titel „Hidden, lost & data driven – Wo sind die Werte im Meer der Daten?“ diskutierten am 25. Oktober in Wuppertal im CREATIVE.Space Utopiastadt über 60 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Kreativwirtschaft über eine neue Datenkultur, ein neues Werteverständnis und die Definition von Glück und Zufriedenheit.

Welche Strategien, Werkzeuge und Ressourcen lassen sich fachübergreifend einsetzen, um unternehmerische Beziehungen erfolgreich zu gestalten? Kreativschaffende und Interessierte waren eingeladen, am 12. September im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ in Dortmund mit dem Netzwerk Heimatdesign Lösungsansätze zu erarbeiten.

Die von CREATIVE.NRW als CREATIVE.Spaces ausgezeichneten Netzwerke wurden eingeladen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“, Erkenntnisse und Visionen rund um die versteckten Werte und die Wirtschaftsdynamik der Zukunft mit den kreativen und unternehmerischen Realitäten abzugleichen und handhabbar zu machen. Mit Akteuren der Kreativwirtschaft, also jenen, die tagtäglich mit den Werten Aufmerksamkeit, Beziehungen, Informationen und Einzigartigkeiten handeln, geht CREATIVE.NRW auf die Suche nach praxistauglichen Antworten auf die Fragen, die sich aus den bisher gesammelten Ansätzen, aber auch aus der Alltagspraxis der Kreativen ergeben.

 

Wie Einzigartigkeit als Chance genutzt werden kann, hat „Unique – Einzigartigkeit als Währung der Zukunft“, der Auftakt zur Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“, am 2. August in Blomberg gezeigt. Kreativschaffende aus ganz NRW setzten sich mit der Einzigartigkeit des Gastgebers Wasserschloss Reelkirchen e.V. auseinander. Weitere Informationen dazu hier.

Am Abend des 21. März 2018 ehrte CREATIVE.NRW zum zweiten Mal Kreativnetzwerke aus Nordrhein-Westfalen mit der Auszeichnung CREATIVE.Spaces – dotiert mit insgesamt 25.000 Euro. Der Preis ging an fünf Initiativen, die sich in herausragendem Maße für die Kreativwirtschaft in NRW einsetzen: Heimatdesign und MediaLAB.NRW für das Ruhrgebiet, THE DORF für das Rheinland, Utopiastadt für das Bergische Land und Wasserschloss Reelkirchen e.V. für Ostwestfalen-Lippe.

Im Rahmen des Barcamps „Wie wird die City smart?“ von Offene Kommunen.NRW in Wuppertal haben kreative Akteure gemeinsam mit engagierten BürgerInnen am 11. November innovative Lösungen für drei städtische Herausforderungen entwickelt. Eine smarte Litfaßsäule ist Gewinner der Publikumswahl. Das Projekt wird in der Umsetzung von CREATIVE.NRW begleitet und mit 4.000 Euro unterstützt.

Bestimmte früher die Güte einer Ware ihren Preis, ist es heute ihre Einzigartigkeit. Doch was ist das Andere wirklich wert? Antworten auf diese Frage suchte das Panel „Vanity Fair: Der Markt des Einzigartigen“ bei der Konferenz „Hidden Values – Mehr wert als Geld?“, die am 27. Oktober 2017 von CREATIVE.NRW bei PACT Zollverein in Essen veranstaltet wurde. Mads Pankow, Herausgeber der Zeitschrift für Gegenwartskultur DIE EPILOG und Politikberater, resümiert die Diskussion im Video.

 

Rafael Horzon, Unternehmer und Autor des autobiografischen Bestsellers „Das Weisse Buch“, leitete das Panel mit einer Präsentation seiner Lebensgeschichte ein. Neben Erfolgen wie dem Möbelhaus Moebel Horzon, das nur ein einziges Regal anbietet, sind auch Misserfolge wie die Partnertrennungsagentur Separitas, das Fachgeschäft für Apfelkuchenhandel und Horzons Wanddekorationsobjekte zu verzeichnen. Die Lacher, mit denen das Publikum seinen Vortrag honorierte, zeigten jedoch, dass ihm dabei immer stets eines gelungen ist: durch Einzigartigkeit auf sich aufmerksam zu machen.

 

Andreas Reckwitz, Professor für Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina und Autor des jüngst erschienenen Buches „Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne“, zeichnete den Wandel von der Industrieökonomie zur Creative Economy nach: Zunehmend gehe es nicht mehr um standardisierte funktionale Güter, sondern um kulturelle Güter, die ihren Wert in sich haben und in vielen Fällen auch singuläre Güter seien – die Kunst sei ein Vorbild hierfür, auch wenn viele Kreative dies selbst nicht so gerne sähen. Rarität sei jedoch kein notwendiges Merkmal eines singulären Produktes: Ein Produkt könne auch dann singulär sein, wenn es durch seine Eigenkomplexität bzw. Andersheit hinreichend originell ist. Um Erfolg zu haben, müsse ein singuläres Produkt zwei Schwellen überwinden: Es muss genügend Aufmerksamkeit generieren – und es muss einen Prozess der Valorisierung durchlaufen, in dem Rezensenten, Nutzer, Institutionen und andere das Besondere bewerten und quantifizieren. Singularitätsmärkte, wie sie auch außerhalb der Kreativwirtschaft immer häufiger anzutreffen sind, seien „Nobody-Knows“-Märkte mit hoher Ungewissheit. Zudem hätten sie die Tendenz, „Winner takes the most“-Märkte zu sein. Allerdings zeige sich etwa in der Musikindustrie, dass es in Nischen mit kleinem, aber treuem Publikum die Möglichkeit gebe, über den „long tail“ wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

 

Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig in Köln, zeigte, wie Künstler wie Salvador Dalí, Warhol, Picasso, Jeff Koons oder Kai Althoff sich selbst stilisieren und inszenieren: Sie nutzen Methoden der Werbung oder auch der Finanzwirtschaft, um Aufmerksamkeit für sich zu schaffen und dadurch zunächst kulturelles und dann ökonomisches Kapital zu akkumulieren. Im Falle etwa von Damian Hirst zeige sich aber, dass ökonomischer Erfolg nicht unbedingt gleichbedeutend mit Reputation sei: Zwar erzielten seine Werke Rekordpreise, im Diskurs der Kunstwelt spiele er aber keine Rolle (mehr). Das Interessante an Kunst sei nicht ihr Erfolg.

In der anschließenden Diskussion erörterte das Panel vor allem die Bewertungsprozesse singulärer Güter. Rafael Horzon wehrte sich dagegen, als Künstler angesehen zu werden. Das liege jedoch nicht in seiner Hand, entgegnete Yilmaz Dziewior – diese Bewertung würden andere Instanzen übernehmen, und das nicht immer zu Lebzeiten des Betreffenden. Eine Frage aus dem Publikum aufgreifend, räumte Andreas Reckwitz ein, dass sich Unternehmen auf gefährliches Terrain begeben, wenn sie sich die Kreativwirtschaft als Vorbild nehmen und sich in Singularitätsmärkten bewegen – es bliebe ihnen jedoch nichts anderes übrig, da dies eine gesamtwirtschaftliche Tendenz sei.

 

Videoproduktion: Raute Film

 

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/hidden-values/

Zum Rückblick: www.creative.nrw.de/news/artikel/rueckblick-konferenz-hidden-values.html

Die neuen digitalen Warenwelten beleuchtete das Panel „Keep the Change: Das Netz braucht kein Geld“ bei der Konferenz „Hidden Values – Mehr wert als Geld?“, die am 27. Oktober 2017 von CREATIVE.NRW bei PACT Zollverein in Essen veranstaltet wurde. Moderatorin Jana Costas, Professorin für Arbeit, Personal & Management an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, fasst die Diskussion im Video zusammen.

 

Stefan Heidenreich, Autor des gerade erschienenen Buches „geld – Für eine non-monetäre Ökonomie“, hält eine Wirtschaft für möglich, die ohne Geld auskommt und zu einer gerechteren Gesellschaft führt. Alle Funktionen des Geldes – speichern, übertragen, bewerten – könnten auch von anderen Systemen übernommen werden, etwa von modernen Varianten der „Aufschreibsysteme“, die durch Algorithmen und künstliche Intelligenz gesteuert werden.

Dass Arbeit nach Zeit bemessen und vergütet werde, werde immer mehr zum Anachronismus, wie sich schon jetzt in kreativen Tätigkeiten zeige, deren Wert nicht angemessen nach Zeit berechnet werden könne – vielmehr gehe es um Relationen. Phänomene wie Bitcoin und die Sharing Economy zeigten, dass wir schon auf dem Weg in eine non-monetäre Ökonomie seien – allerdings befänden wir uns damit in der ersten Phase des Umbruchs, in der klassischerweise alte Modelle 1:1 auf neue Medien übertragen werden. Die wirklich neuen Modelle würden erst in der zweiten Phase entstehen, in der die neuen Technologien selbstverständliche Basis sind. Die Zukunft liege in der „datenbasierten multi-dimensionalen kollaborativen Koordination von gemeinsamem Handeln“ – erste Konzepte hierzu könnten aus der Welt der Games kommen.

 

Thomas Ramge, Technologie-Korrespondent für das Wirtschaftsmagazin „brand eins“ und Mit-Autor von „Das Digital – Markt, Mehrwert und Gerechtigkeit im Datenkapitalismus“, glaubt demgegenüber, dass Geld seine Funktionen des Speicherns und Übertragens noch für sehr lange Zeit behalten werde. Die Informations- bzw. Bewertungsfunktion des Geldes werde jedoch immer mehr durch Daten ersetzt. Datenreiche Post-Preis-Märkte (Streaming-Dienste, CarSharing etc.) haben identische Preise, entscheidend wird hier die Frage: „Schafft es der Dienst, mich intelligent mit seinem Angebot zu verbinden?“ Die Folgen für Kreative in Deutschland seien nicht absehbar: Dass alle Kreativen ihr Angebot auf datenbasierten Plattformen weltweit vermarkten können, könnte dazu führen, dass deutsche Kreative gegenüber Anbietern aus anderen Ländern öfter das Nachsehen haben. Es könnte aber auch sein, dass die Nachfrage nach kreativen Dienstleistungen so stark wächst, dass dies egal ist.

 

Dr. Shermin Voshmgir, Gründerin des BlockchainHubs Berlin, zeichnete ein Szenario des Wandels von einem defekten, weil monarchisch-zentral organisierten Internet zu einem demokratisch-dezentralen Peer-to-Peer-Netzwerk, dessen Transaktionen auf Blockchains basieren. Die Blockchain-Technologie ermögliche es, Transaktionen zwischen Menschen, die sich nicht kennen und potenziell nicht vertrauen, sicher abzuwickeln. In dieser Welt übernehmen Codes und Smart Contracts das Management – in ihnen sind die „Spielregeln“ eingeschrieben. Sie räumte ein, dass eine genaue Abschätzung der Entwicklung nicht möglich sei, da die Technologie noch ganz am Anfang stehe: „Es ist wie 1990 für das Internet.“ Die Blockchain könne genauso zur Befreiungsmaschine wie zum Überwachungsinstrument werden. Umso wichtiger sei es, dass Menschen im Allgemeinen und Kreative im Speziellen sich mit dem Thema befassen, um mitreden, mitentscheiden und mitgestalten zu können.

 

Videoproduktion: Raute Film

 

Mehr Informationen unter www.creative.nrw.de/hidden-values/

Zum Rückblick: www.creative.nrw.de/news/artikel/rueckblick-konferenz-hidden-values.html

Publikationen

Good work in good company.

Globale Herausforderungen, wirtschaftliches Wachstum und technologischer Fortschritt führen in ihrer Gesamtheit zu mehr Komplexität, Dynamik, Ungewissheit und Volatilität für Unternehmen und die Menschen in ihnen. Wie kann künstlerisches Denken und Handeln dabei helfen, diesen Herausforderungen zu begegnen? Diese Frage dient Dirk Dobiéy als Startpunkt auf der Suche nach guter Arbeit, beim Nachdenken über Good Work.

Text von Dirk Dobiéy
Im Auftrag von CREATIVE.NRW

CREATIVE.Report - Kreative, Netzwerke und Diskurs

Zum 10-jährigen Jubiläum veröffentlicht CREATIVE.NRW den CREATIVE.Report mit aktuellen Zahlen zur Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW 2019. Darüber hinaus versammelt die Publikation Porträts von kreativen Köpfen und Netzwerken aus NRW und beleuchtet in Texten die Relevanz der Kreativwirtschaft von damals bis heute.

Herausgeber ist CREATIVE.NRW. Auftraggeber der Publikation ist das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. 

RÄUME FÜR DIE KREATIVWIRTSCHAFT

Die Studie "Räume für die Kreativwirtschaft" des Clusters für Kultur- und Kreativwirtschaft CREATIVE.NRW unter Vertretern der Immobilien- und Kreativwirtschaft sollen dabei helfen, die Bedingungen für Kreative bei der Immobiliensuche zu verbessern und langfristig ein Bewusstsein bei Immobilienwirtschaft und Verwaltung für die Wirtschaftskraft und Attraktivität von Kreativunternehmen zu schaffen. 

 

INNOVATIONSÖKOLOGIEN

Eine Publikation von CREATIVE.NRW mit einem Grundlagentext von Holm Friebe und Dr. Bastian Lange. Im Auftrag von CREATIVE.NRW haben Holm Friebe und Dr. Bastian Lange untersucht, welche Rolle die Kultur- und Kreativwirtschaft für Innovationen in anderen Branchen spielt. In ihrem Grundlagentext fordern sie eine Abkehr vom rein technologisch geprägten Innovationsbegriff.

Mit dem Konzept der „Innovationsökologien“ geben sie Akteuren aus Stadtplanung, Wirtschafts- und Kulturförderung ein Modell zur Förderung transdisziplinärer Innovationsprozesse an die Hand.

Die Publikation wurde unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht und darf unter den definierten Bedingungen vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden.

INNOVATIONSÖKONOMIEN: STRATEGIEN ZUR ERNEUERUNG UNTERNEHMERISCHER PRAXIS

Die Suche nach Produktoptimierungen, nach neuen Services und Geschäftsfeldstrategien stellt uns vor große Fragen nach dem Kern wirkungsvoller Innovationen. Wo genau hierbei das Potential in der gewinnbringenden Verbindung von Industrie- und Kreativwirtschaft liegt zeigt CREATIVE.NRW mit der neuen Publikation „Innovationsökonomien“ anhand von 14 Unternehmensbeispielen aus NRW, Deutschland und Europa.

HANDBUCH: RÄUME KREATIV NUTZEN!

Die Ressource Kreativität spielt eine wichtige Rolle in der Gestaltung von urbanen Räumen. Auf einer Reise durch Nordrhein-Westfalen und Deutschland haben sich CREATIVE.NRW und die wirtschaftsförderung metropoleruhr (wmr) gemeinsam mit 12 Experten diesen und anderen Aspekten rund um das Thema Raum und Potentiale für kreativwirtschaftliche Nutzungsstrategien gewidmet. 

Das Ergebnis dieses intensiven Wissensaustauschs ist das Handbuch "Räume kreativ nutzen".Anhand von sieben Beispielen zeigt das Buch, welche tragende Rolle die Ressource Kreativität in der Gestaltung von Orten spielt und wie ebensolche Räume durch die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Kreativwirtschaft und Akteuren der Immobilienbranche gezielt gefördert werden können. Dabei wurden Orte ausgewählt, die neue Entwicklungsansätze kreativer Stadtentwicklung eindrucksvoll in die Praxis umsetzen. Nicht immer auf dem Radar im Planungsdialog, doch immer innovativ. 

KREATIV-REPORT NRW 2016

Die Studie untersucht die ökonomische Bedeutung und Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft in Nordrhein-Westfalen.

Herausgeber: Ministerium fur Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen

 

HIDDEN VALUES – DIE WÄHRUNGEN DER ZUKUNFT

Mit „Hidden Values – Die Währungen der Zukunft“ manifestieren wir Gedanken und Diskussionsansätze, die auf der Konferenz in Essen entstanden sind. Insgesamt zwölf Texte und Interviews von und mit renommierten Autorinnen und Autoren beleuchten weitere Facetten versteckter Werte und unterlegen – sicherlich auch streitbar – unsere Annahme, dass sich Daten und Informationen, Netzwerke und Aufmerksamkeit zusehends zu zentralen Ressourcen der Kreativwirtschaft, ja nahezu jeder Branche entwickeln.

 

 

STATUS QUO 2018

Zum fünften Mal hat CREATIVE.NRW Akteure und Multiplikatoren der Kultur- und Kreativwirtschaft in Nordrhein-Westfalen befragt – erstmals in der neu aufgestellten Form als Kompetenzzentrum des Landes. Ziel war es, ein Stimmungsbild zu ermitteln, Trends zu erkennen, um den Akteuren aus Politik und Wirtschaftsförderung, aber auch den Kreativen selbst Anhaltspunkte für weitere Aktivitäten zur Stärkung des Kreativstandortes Nordrhein-Westfalen zu geben.