NRW.Symposium - Kreativwirtschaft trifft Mittelstand trifft Bank

Am 29. September trafen mittelständische Unternehmen auf kreative Unternehmer. Die NRW.BANK lud zum Austausch ein. Wirtschaftsminister Duin eröffnete die Veranstaltung. Clustermanager Lippert nahm als Panelist teil.

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Aber in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Globalisierung stehen mittelständische Unternehmen vor großen Herausforderungen und drängenden strategischen Fragen. Antworten auf diese Fragen bietet die Kreativwirtschaft - und deshalb trafen am 29. September 2014 erstmals Mittelständler und kreative Unternehmer zusammen: beim NRW.Symposium der NRW.BANK.


Kreativwirtschaft als verlässlicher Partner des Mittelstandes

"Die Kreativwirtschaft ist schneller, innovativer aber auch wirtschaftsaffiner als noch vor 50 Jahren", eröffnete Michael Stölting, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK, die Veranstaltung. Die Teilbranchen greifen demnach besser denn je ineinander - und Kooperationen zwischen Mittelstand und Kreativwirtschaft seien eine gute Möglichkeit für beide Seiten, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin erläuterte in seiner Begrüßung, wie relevant die Kreativwirtschaft für den Standort NRW ist. Mit dem neuen NRW.Kreativkredit, den Duin und Stölting nur wenige Stunden zuvor in der Landespressekonferenz NRW vorstellten, verleiht das Land dem Motor Kreativwirtschaft zusätzliche PS. Der NRW.Kreativkredit sei ein Meilenstein, der nicht nur handfeste Vorteile habe, sondern auch ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber der Kreativindustrie in NRW sei. Dies spiegelt sich wider im ersten Leitmarktwettbewerb des Landes, der den Leitmarkt Medien- und Kreativwirtschaft adressiert: "Wir beginnen - und das ist kein Zufall", so Duin.

Fotos: NRW.BANK/Schmidt-Dominé


Konkrete Kooperationen und Diskussionen


Drei Beispiele gelungener Zusammenarbeit folgten den beiden Reden. Xaver Willebrand, Geschäftsführer der IMAscore GbR aus Paderborn, ist nicht nur Europa-Marktführer im Musiksound-Design für MovieParks. Sein Unternehmen hat Kunden aus vielen verschiedenen Branchen, u.a. ProSieben, Sky, Ravensburger, Secret Escapes und weitere. Alexander Speckmann, CEO der Flying Orlov UG und Vorstand der Dingfabrik gab Einblicke in seine Arbeit, in der er Design, Architektur und Technologie zusammenbringt - und sich jüngst einen Auftrag des St. Petersburger Flughafens sicherte. Die Kinderbuchautorin und Mediendesignerin Gaby van Emmerich erläuterte schließlich, wie sie gleich drei kreativwirtschaftliche Branchen in einer Person vereint.

Nach einer Diskussion mit Dieter Gorny schloss sich eine Paneldiskussion an. Dr. Martin Kiel, Geschäftsführer der Douglas Informatik & Service GmbH zeigte auf, wie wichtig gegenseitige Offenheit der Branchenteilnehmer ist – und welche ökonomischen Vorteile sich darauf für sein Unternehmen ergeben. Werner Lippert, Clustermanager CREATIVE.NRW, betonte den Mehrwert der Kreativwirtschaft für ökonomische und soziale Innovationen. Dr. Sebastian Olma, Mitgründer des Creative Industries Research Centre der Universiteit van Amsterdam nannte Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit (mehr dazu in der gemeinsamen Publikation „Innovationsökonomien“). Und zuletzt gab Dr. Peter Güllmann, Leiter Bereich Unternehmensfinanzierung der NRW.BANK, einen Ausblick in die Zukunft NRWs, in der sich die Kreativwirtschaft weiter so positiv entwickelt und kräftige Umsatzgewinne einfährt.

Weitere Informationen zur Veranstaltungen finden sich auf dieser Webseite.