Hidden Values – Mehr Wert als Geld?

Kann man von Likes und Liebe leben? Wenn Applaus das Brot des Künstlers ist, wo kommt die Butter her? Wie entstehen reale Werte in virtuellen Welten? Fragen, auf die die Kreativwirtschaft Antworten sucht – und findet. Damit erweist sie sich einmal mehr als Vorreiter für Wirtschaft und Gesellschaft. Was für Werbung, Film, Musik, Games und Design schon immer ein Maßstab für Erfolg war, wird auch für andere Branchen immer wichtiger: Auf den Marktplätzen der Zukunft sind Aufmerksamkeit, Beziehungen und Daten mindestens so viel wert wie Geld – und werden genauso gehandelt.

Wie sieht die Zukunft einer neuen Wirtschaftsdynamik der vielen Werte und Währungen aus? Das diskutiert die Konferenz „HIDDEN VALUES – Mehr wert als Geld?“.

Save the Date

27. Oktober 2017, 14–22 Uhr, pact Zollverein, Essen

ANMELDUNG

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt. Zur Anmeldung geht es HIER.

PROGRAMM

Programmablauf zum Download (Pdf)

Begrüßung – 14.00–14.15 Uhr

Panel 1 – 14.15–15.45 Uhr

easy come, easy go: Das Geschäft mit der Aufmerksamkeit

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen. Zumindest nicht mit Geld. Öffentlichkeit zum Beispiel, oder Zugang zu exklusiven Kreisen. Auf diesen Märkten zählt nur die Aufmerksamkeit. Georg Franck sprach schon 1998 von einer Ökonomie der Aufmerksamkeit, die parallel zur monetären Ökonomie entstanden sei. Inzwischen ist es selbstverständlich, dass sich der ökonomische Wert eines Unternehmens nach seiner Aufmerksamkeit, seinem Markenwert bestimmt. Doch anders als das Geld ist Aufmerksamkeit nicht zählbar, und vor allem ist sie nicht beständig. Aufmerksamkeit ist flüchtig, deshalb folgt ihre Ökonomie ganz eigenen Regeln.

Welche das sind, das besprechen wir u.a. mit Georg Franck, Stefan Schmidt und Heike-Melba Fendel.

Moderation: Leonard Novy

Panel 2 – 16.05–17.35 Uhr

Keep the change: Das Netz braucht kein Geld

Das Internet ist erfolgreich, nur nicht immer ökonomisch. Nie ließen sich Waren wie Information, Software und Kultur so leicht verbreiten. Gleichzeitig ist kaum jemand bereit, für diese zu zahlen. Das liegt nicht nur an Piraterie und freiem Zugang, sondern auch an der hierarchiefreien Architektur des Netzes und daran, dass digitale Güter keine Grenzkosten kennen. Vielleicht ist das Digitale selbst eine neue Währung, ähnlich wie die Information. Vielleicht bietet uns die Netzwerktechnologie aber auch die Möglichkeit, Gesellschaft ganz ohne Währungen zu organisieren.

Die neue digitale Warenwelt beleuchten Stefan Heidenreich, Thomas Ramge und Shermin Voshmgir.

Moderation: Jana Costas

Panel 3 – 17.55–19.30 Uhr

Vanity Fair: Der Markt des Einzigartigen

Bestimmte früher die Güte einer Ware ihren Preis, ist es heute ihre Einzigartigkeit. Was bisher nur aus der Kunst bekannt war, der Wert des Singulären, bestimmt heute die Regeln der Wirtschaft. Die Monopolisierung der großen Softwarekonzerne lässt sich kaum aufhalten, ebenso wenig wie die Vereinzelung der Geschmäcker und Vorlieben. Mit dem Individualismus wurde das Einzigartige zum Identitätsstifter und damit auch zur Währung in der Ökonomie von Beziehungen und Reputation. Doch was ist das „Andere“ wirklich wert?

Antworten auf diese Frage suchen wir im Diskurs u.a. mit Yil­maz Dziewior, Andreas Reckwitz und Rafael Horzon.

Moderation: Mads Pankow

Netzwerk-Dinner – 19.30–22.00 Uhr

REFERENTEN

Rahmenprogramm

Ergänzend zum Konferenzprogramm lädt CREATIVE.NRW zu einer Führung auf der Zeche Zollverein ein. Darüber hinaus hat das Projekt #urbanana von Tourismus NRW einige Ideen für ein Expeditionswochenende im Ruhrgebiet und Rheinland zusammengestellt.

Führung „Über Kohle und Kumpel“

Zwei Stunden vor Beginn von „Hidden Values“ haben die KonferenzteilnehmerInnen die Möglichkeit, das Gelände des UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein zu erkunden. Die einstündige Führung „Über Kohle und Kumpel“ zeigt die Produktionsabläufe der einst größten Steinkohlezechen der Welt. Die Führung beginnt um 12 Uhr, der Treffpunkt ist der Veranstaltungsort PACT Zollverein.

Eine Anmeldung ist hier erforderlich.

Expeditionstipps in Kooperation mit #urbanana

Gerade im Stadtdschungel des Ruhrgebiets sind allerorts „Hidden Values“ zu entdecken. Ausgerichtet auf das Konferenzprogramm hat das Projekt #urbanana von Tourismus NRW e.V. einige Ideen für ein verlängertes Wochenende in der Region zusammengestellt, u.a. mit Erwin Wurm, Alexander Kluge, Thomas Saraceno und der C.A.R. Contemporary Art Ruhr.

Zu den Tipps (Pdf)

Anreise und Unterkunft

PACT Zollverein, Bullmannaue 20a, 45327 Essen-Katernberg

Mit der Bahn

U-Bahn Linie 107 bis Haltestelle Abzweig Katernberg
S-Bahn Linie 2 bis Haltestelle S-Bahnhof Zollverein Nord

Mit dem Auto

Von Norden über die A42 (aus Richtung Gelsenkirchen – Dortmund oder aus Duisburg – Oberhausen)
Von Süden über die A3 & A52 & A40 (aus Richtung Köln – Düsseldorf)

Mehr Informationen

Hotelempfehlungen in der Nähe

IntercityHotel Gelsenkirchen, Maritim Hotel Gelsenkirchen

Medienpartner

Netzwerkpartner