Hidden Values

CREATIVE.NRW beschäftigt sich seit Bestehen mit der Kraft und dem Innovationspotenzial der elf Teilbranchen. Unser Auftrag besteht darin, Schätze zu heben, Nischen auszuleuchten, Verborgenes sichtbar zu machen. Mit dem Leitthema „Hidden Values“, das wir gemeinsam mit Mads Pankow und Dr. Leonard Novy entwickelt haben, nähern wir uns unserem Ziel mit einem weiteren Schritt: Wir bieten versteckten Werten eine Bühne. Auf dieser Website finden Sie die Ergebnisse der unterschiedlichen Ausgabeformate wie Konferenzen, Veranstaltungen und Publikation. Wir wollen Inspiration und Denkanstöße geben – sowohl im Diskurs als auch ganz praktisch in Workshops – gemeinsam mit den CREATIVE.Spaces.

Warum machen wir das? Wir glauben, dass sich der Schwerpunkt unserer Wirtschaft spürbar verschiebt von der Industrie und Produktion, hin zum Immateriellen, zu Kreativität und Innovation. Neue Parameter entscheiden zunehmend darüber, welche Geschäftsmodelle in Zukunft erfolgreich sind und welche nicht. Der Wert eines Unternehmens, einer Marke lässt sich längst nicht mehr nur in Geld messen. Hidden Values – versteckte Werte wie Aufmerksamkeit, Beziehungen und Netzwerke, Daten und Informationen – stellen mittlerweile einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor und eine zentrale Ressource dar. Die Kultur- und Kreativwirtschaft bedient sich dieser Ressourcen schon lange. Was für Werbung, Film, Musik, Games und Design schon immer ein Maßstab für Erfolg war, wird nun auch für andere Branchen immer wichtiger. Hieraus ergibt sich ein klarer Startvorteil für die Kultur- und Kreativwirtschaft.

Publikation

Mit „Hidden Values – Die Währungen der Zukunft“ manifestieren wir Gedanken und Diskussionsansätze, die auf der Konferenz in Essen entstanden sind. Insgesamt zwölf Texte und Interviews von und mit renommierten Autorinnen und Autoren beleuchten weitere Facetten versteckter Werte und unterlegen – sicherlich auch streitbar – unsere Annahme, dass sich Daten und Informationen, Netzwerke und Aufmerksamkeit zusehends zu zentralen Ressourcen der Kreativwirtschaft, ja nahezu jeder Branche entwickeln.

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Autoren

Berlin

Am 25. Mai 2018 machte CREATIVE.NRW mit der Paneldiskussion "Hidden Values" einen Ausflug in die NRW-Landesvertretung in Berlin. 

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Netzwerkpartner

Konferenzen

Panelisten

Essen

Den Auftakt zum Leitthema "Hidden Values" machte im Herbst 2017 die Konferenz „Hidden Values – Mehr wert als Geld?“ auf PACT Zollverein in Essen.

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REFERENTEN

Medienpartner

Netzwerkpartner

CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values

Die von CREATIVE.NRW als CREATIVE.Spaces ausgezeichneten Netzwerke wurden eingeladen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“, Erkenntnisse und Visionen rund um die versteckten Werte und die Wirtschaftsdynamik der Zukunft mit den kreativen und unternehmerischen Realitäten abzugleichen und handhabbar zu machen. Mit Akteuren der Kreativwirtschaft, also jenen, die tagtäglich mit den Werten Aufmerksamkeit, Beziehungen, Informationen und Einzigartigkeiten handeln, geht CREATIVE.NRW auf die Suche nach praxistauglichen Antworten auf die Fragen, die sich aus den bisher gesammelten Ansätzen, aber auch aus der Alltagspraxis der Kreativen ergeben. Die Veranstaltungsreihe wird voraussichtlich im Juni 2018 starten.

Termine

CREATIVE.Space Heimatdesign

Welche Strategien, Werkzeuge und Ressourcen lassen sich fachübergreifend einsetzen, um unternehmerische Beziehungen erfolgreich zu gestalten? Kreativschaffende und Interessierte sind eingeladen, am 12. September 2018 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ in Dortmund mit dem Netzwerk Heimatdesign Lösungsansätze zu erarbeiten.

Das Netzwerk Heimatdesign schafft bereits seit Jahren mit verschiedenen Veranstaltungsformaten Synergien, Aufmerksamkeit und Möglichkeiten, um kreative Unternehmen dauerhaft in der Region zu halten. Über seine Zusammenarbeit mit Start-ups, Agenturen, Freelancern und Institutionen hat Heimatdesign viele Erfahrungen zum Thema Beziehungen gesammelt und lädt an diesem Tag alle Interessierten zum Wissensaustausch und Netzwerken ein.

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Rückblicke

Thema Einzigartigkeit @ Wasserschloss Reelkirchen e.V.

Einzigartigkeit als Alleinstellungsmerkmal: Wie Einzigartigkeit als Chance genutzt werden kann, hat „Unique – Einzigartigkeit als Währung der Zukunft“, der Auftakt zur Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“, am 2. August in Blomberg gezeigt. Kreativschaffende aus ganz NRW setzten sich mit der Einzigartigkeit des Gastgebers Wasserschloss Reelkirchen e.V. auseinander.

Unique - Einzigartigkeit als Währung der Zukunft

Als Einstieg in den Tag wurden die Besucher zunächst von Sigrun Brunsiek, Vorstand Wasserschloss Reelkirchen e.V., durch das „FREIRAUM-LEERSTAND“-Projekt in Blomberg geführt. Vier leerstehende Ladenlokale wurden eine Woche lang von Künstlern bespielt, wodurch der ruhige Ort auf eine ganz besondere Art und Weise belebt und Platz für einzigartige Experimente geschaffen wurde. Neben einem „Entwicklungsbüro für Visionen“, einem Aktionsraum für Objekte zum Thema Recycling und Upcycling, haben auch Studenten der Universität der Künste Berlin ein Lokal mit einem Container besetzt, um so die Tristesse des leeren Geschäftes widerzuspiegeln. So hat u.a. Laura Schlütz, vom CREATIVE.Space Paderborner Kreaturen e.V., hat in ihrer „Andersschneiderei“ ungeliebte Kleidungsstücke zu neuen Kreationen umgeschneidert und die Geschichten der Textilien festgehalten.

Im Anschluss ging es weiter nach Reelkirchen. Bevor die Teilnehmer durch das Wasserschloss geführt wurden, bekamen sie bei einem Rundgang durch das Dorf Reelkirchen einen Eindruck von der Umgebung und dem Kontext, in dem der Verein agiert. Eine tausendjährige Eiche, eine romanische Kirche und eine urige Kneipe, in der die Zeit stehen geblieben scheint, vermitteln die Einzigartigkeit dieser Ortschaft. Zurück im Wasserschloss gab es aufwändig renovierte und künstlerisch gestaltete Tapetenzimmer und imposante Räumlichkeiten zu bewundern. Der Verein Wasserschloss Reelkirchen wurde 2014 gegründet mit dem Ziel, Kunst und Kultur abseits des Urbanen als Experimentierfeld zu begreifen, und beherbergt mehrere Künstler, die mit ihren Kunstwerken in die Region hineinwirken.

Wie solche Regionen, im speziellen aber Räume kreiert werden können, vermittelte Prof. Eva Filter in dem Vortrag „Was braucht ein kreativer Raum?“. Ein Raum sollte ihrer Ansicht nach ein Wir-Gefühl kreieren und Beziehungen herstellen, er sollte einen Anker schaffen, mit dem man sich verbindet, und so eine Identifikation erzeugen. Gute Innenraumkonzepte verzahnen den geometrischen Raum mit ergonomischen Körperformen und gehen auf die Choreografie der Bewegung des Körpers ein. Indem die rund 40 Gäste alle zehn Minuten dazu aufgefordert wurden, einen Platz weiter zu rutschen, hat sich jeder immer wieder neu mit der Wirkung des Raumes auseinandergesetzt. Fabian Seibert, vom CREATIVE.Space designmetropole aachen, präsentierte in seinem Vortrag „Mit Guerilla-Aktionen Gemeinschaft und Sichtbarkeit aufbauen“ verschiedene lokale Aktionen mit Überraschungseffekt. Als Design-Kollektiv hat die designmetropole aachen z.B. in einer Nacht- und Nebelaktion fast alle Ortseingangsschilder der Stadt Aachen mit ihrem Schriftzug „Designmetropole“ versehen. Um dem Museum Aachen zu mehr Besucherzahlen zu verhelfen, wurde das Museum mit IKEA-Fahnen bestückt, und es wurden Kötbullar verkauft. Weitere erfolgreiche Aktionen waren der „Tag der offenen Toiletten“, mit dem die Kreativen Passanten zur Besichtigung einer Schloss-Location motivieren wollten, oder die Verteilung von Knöllchen, die als Freikarten für ein Museum dienten. Inspiriert von den Vorträgen diskutierten die TeilnehmerInnen noch über Ideen, wie das Wasserschloss zukünftig weiter an Aufmerksamkeit gewinnen kann und mit welchen Mitteln eine bessere Kommunikation nach außen erfolgen könnte. Da alle Teilnehmer ein großes Interesse an der weiteren Erarbeitung von gemeinsamen Projekten signalisierten, werden alle Interessenten zu einem weiteren Workshop-Tag eingeladen.

Der künstlerische Teil des Tages wurde im Schlossgarten von der Sound-Installation der Künstlerin Anna Korsun mit dem Stück „The Times of the Owls Flight“ eingeleitet, die das Publikum zum Flanieren und Insichkehren einlud. Weniger ruhig, eher aufbrausend und gewaltig war die akustische Installation „Reconstruction of The Symphony of Industrial Horns“ des Künstlers Sergey Khismatov, die mit einer Kombination aus Fliegerangriff- und Bombardement-Klängen die Idylle des Wasserschlosses für einen kurzen Moment durchbrach.

Der Bürgermeister der Stadt Blomberg, Klaus Geise, würdigte in seinem Grußwort das Engagement des Vereins und die authentische Erhaltung des Wasserschlosses: „Die Einzigartigkeit dieses Ortes ist der Kompetenz und dem Engagement der Akteure zu verdanken, die ein kulturelles Musterprojekt geschaffen haben, welches für die künstlerische und kulturelle Bedeutung unserer Stadt von hoher Bedeutung ist.“ Die Tatsache, dass der Bürgermeister an diesem Abend zum ersten Mal das Wasserschloss Projekt besuchte, zeigt, dass die Veranstaltung nicht nur in den Reihen der Kreativschaffenden Aufmerksamkeit erzielt hat, sondern auch Politik und Verwaltung auf wichtige Themen aufmerksam gemacht hat.

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