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HIDDEN.VALUES

HIDDEN.VALUES

Hidden Values

CREATIVE.NRW beschäftigt sich seit Bestehen mit der Kraft und dem Innovationspotenzial der elf Teilbranchen. Unser Auftrag besteht darin, Schätze zu heben, Nischen auszuleuchten, Verborgenes sichtbar zu machen. Mit dem Leitthema „Hidden Values“, das wir gemeinsam mit Mads Pankow und Dr. Leonard Novy entwickelt haben, nähern wir uns unserem Ziel mit einem weiteren Schritt: Wir bieten versteckten Werten eine Bühne. Auf dieser Website finden Sie die Ergebnisse der unterschiedlichen Ausgabeformate wie Konferenzen, Veranstaltungen und Publikation. Wir wollen Inspiration und Denkanstöße geben – sowohl im Diskurs als auch ganz praktisch in Workshops – gemeinsam mit den CREATIVE.Spaces. Warum machen wir das? Wir glauben, dass sich der Schwerpunkt unserer Wirtschaft spürbar verschiebt von der Industrie und Produktion, hin zum Immateriellen, zu Kreativität und Innovation. Neue Parameter entscheiden zunehmend darüber, welche Geschäftsmodelle in Zukunft erfolgreich sind und welche nicht. Der Wert eines Unternehmens, einer Marke lässt sich längst nicht mehr nur in Geld messen. Hidden Values – versteckte Werte wie Aufmerksamkeit, Beziehungen und Netzwerke, Daten und Informationen – stellen mittlerweile einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor und eine zentrale Ressource dar. Die Kultur- und Kreativwirtschaft bedient sich dieser Ressourcen schon lange. Was für Werbung, Film, Musik, Games und Design schon immer ein Maßstab für Erfolg war, wird nun auch für andere Branchen immer wichtiger. Hieraus ergibt sich ein klarer Startvorteil für die Kultur- und Kreativwirtschaft.

Publikation

Mit „Hidden Values – Die Währungen der Zukunft“ manifestieren wir Gedanken und Diskussionsansätze, die auf der Konferenz in Essen entstanden sind. Insgesamt zwölf Texte und Interviews von und mit renommierten Autorinnen und Autoren beleuchten weitere Facetten versteckter Werte und unterlegen – sicherlich auch streitbar – unsere Annahme, dass sich Daten und Informationen, Netzwerke und Aufmerksamkeit zusehends zu zentralen Ressourcen der Kreativwirtschaft, ja nahezu jeder Branche entwickeln.

Zur Publikation

Rückblick zur Buchpräsentation

Autoren

Andreas Pinkwart

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Andreas Reckwitz

Andreas Reckwitz ist Professor für Kultursoziologie an der Europa- Universitat Viadrina Frankfurt (Oder), regelmaßiger Gastprofessor an der Universitat St. Gallen und Mitglied des Beirats „Bildung und Diskurs“ des Goethe-Instituts. Er studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie in Hamburg und Cambridge. Reckwitz lebt in Berlin und hat zahlreiche Bucher zur Kulturtheorie der Moderne und Spatmoderne verfasst. Er wurde mit dem Preis „Geisteswissenschaften international“ des Borsenvereins des deutschen Buchhandels und mit der Opus magnum-Förderung der Volkswagen Stiftung ausgezeichnet. Seine letzten wichtigsten Buchveroffentlichungen sind:„Die Erfindung der Kreativitat. Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung “; „Die Gesellschaft der Singularitaten. Zum Strukturwandel der Moderne“.

Christian Schüle

Christian Schule, geboren 1970, studierte Philosophie, Soziologie und Politische Theorie an den Universitaten München und Wien. Er war fünf Jahre Redakteur im Dossier der Wochenzeitung „Die Zeit“, wurde fur seine Reportagen und Feuilletons mehrfach ausgezeichnet und lebt heute als freier Schriftsteller, Essayist und Publizist in Hamburg. Seit 2015 hat er einen Lehrauftrag fur Kulturwissenschaft an der Berliner Universitat der Künste. Unter seinen Buchern sind der Roman „Das Ende unserer Tage“, die Essays „Vom Ich zum Wir“, „Was ist Gerechtigkeit heute?“ sowie zuletzt „Heimat. Ein Phantomschmerz“.

Frederik Fischer

Frederik Fischer ist Mitgründer und Chefredakteur der Journalismus-Plattform piqd.de und Herausgeber von Vocer, einem Think Tank für Medieninnovation. Er unterrichtet Digital Journalism an der Hamburg Media School und der Universität der Künste in Berlin. Sein Studium der Volkswirtschaft und Medienwissenschaft führte ihn nach Hannover, Aarhus, Amsterdam und London. Frederik Fischer ist Alumnus der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Dr. Alexander und Rita Besser Stiftung, des Exist-Gründerstipendiums und des German Silicon Valley Accelerators.

Georg Franck

Georg Franck, geboren 1946, studierte Philosophie, Architektur und Volkswirtschaftslehre in München und promovierte im Fach Volkswirtschaftslehre. 1974 bis 1993 war er als freier Architekt und Entwickler von Software für die räumliche Planung tätig, ab 1991 auch als Unternehmer im Bereich der Entwicklung räumlicher Informationssysteme. Von 1994 bis 2015 war er Ordinarius für digitale Methoden in Architektur und Raumplanung an der Technischen Universität Wien. Georg Franck wurde über die Grenzen seines Fachs hinaus bekannt durch seine Arbeiten zur Ökonomie der Aufmerksamkeit und zur Philosophie der Zeit.

Heike-Melba Fendel

Heike-Melba Fendel ist in Köln geboren und von dort nie so ganz fortgegangen. Nach dem Abitur verbrachte sie längere Zeit in New York, besuchte dort Schauspielkurse bei Strasberg und drehte Super-8-Filme mit sich selbst. Sie schrieb Erzählungen in KiWi-Anthologien, Kolumnen in der SPEX und Filmkritiken in Stadt-, Männer- und Frauenmagazinen. Seit 1991 ist sie Geschäftsführerin der Barbarella Entertainment GmbH, einer Veranstaltungs-, PR- und Künstleragentur mit Sitz in Köln und Berlin. 2009 erschien ihr Roman „Nur Die“ bei Hoffmann und Campe, fortlaufend schreibt sie Texte über Kino, Frauen und das Leben in Büchern, Zeitungen (taz, FAZ, epd film, Tagesspiegel, Emma) und Blogs. Ihr zweiter Roman „Zehn Tage im Februar“ erschien im Januar 2017.

Jana Costas

Jana Costas ist Professorin für Arbeit, Personal & Management an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Sie hat an der University of Cambridge promoviert. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich Organisation, neue Formen der Arbeit, Führung, Kontrolle und Identität. Ihr Buch „Secrecy at Work: The Hidden Architecture of Organizational Life“ (zusammen mit Chris Grey) ist bei Stanford University Press 2016 erschienen.

Joseph Vogl

Joseph Vogl, geboren 1957, ist Professor für Neuere deutsche Literatur, Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Visiting Professor an der Princeton University, USA. Zuletzt erschienen „Der Souveränitätseffekt“, „Das Gespenst des Kapitals“, „Soll und Haben. Fernsehgespräche“ (mit Alexander Kluge), „Über das Zaudern“ und „Kalkül und Leidenschaft. Poetik des ökonomischen Menschen“.

Leonard Novy

Leonard Novy ist Journalist und Co-Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik, eines Think Tanks mit Sitz in Köln. Er publiziert regelmäßig zu den Themen Internationale Politik, Öffentlichkeit und Medienwandel. Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Berlin und an der University of Cambridge, Visiting Fellow am Government Department der Harvard University. Zuletzt erschienen die Monografie „Britain and Germany Imagining the Future of Europe. National Identity, Mass Media and the Public Sphere“ sowie die Sammelbände „Journalismus in der digitalen Moderne“, „Zwischen Macht und Ohnmacht. Facetten erfolgreicher Politik“ und „Medienwandel Kompakt“.

Mads Pankow

Mads Pankow, geboren 1985, arbeitet als Journalist und Politikberater und ist ein gefragter Redner zu Fragen der künstlichen Intelligenz und digitalen Gesellschaft. Er ist Herausgeber der Zeitschrift für Gegenwartskultur „Die Epilog“, die einen kulturtheoretisch informierten Blick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wirft. Im Auftrag des thüringischen Wirtschaftsministerium veranstaltet er regelmäßig den Digital Bauhaus Summit, eine Boutiquekonferenz zu politischem Design in Weimar. Pankow hat in Marburg, Malmöund Weimar Medien-, Kultur- und Organisationswissenschaft studiert.

Rafael Horzon

Rafael Horzon, geboren 1970 in Hamburg, studierte Philosophie, Latein und Atomphysik in Paris, München und Berlin, bevor er 1996 als Fahrer in den Paket-Dienst der Deutschen Post wechselte. Seit 1997 Gründung zahlreicher Unternehmen, darunter das Möbelhaus Moebel Horzon, die Partnertrennungsagentur Separitas, das Fachgeschäft für Apfelkuchenhandel und Horzons Wanddekorationsobjekte. 2010 veröffentlichte Horzon bei Suhrkamp seinen autobiografischen Bestseller „Das Weiße Buch“, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Rafael Horzon lebt und arbeitet in Berlin. Er gilt als drittwichtigster Designer der Welt.

Shermin Voshmgir

Shermin Voshmgir ist Gründerin des BlockchainHubs, das weltweit interdisziplinär die Entwicklung der Blockchain-Technologie vorantreibt, kommuniziert und diskutiert. Sie berät Unternehmen und Regierungsorganisationen zu relevanten Blockchain-Anwendungen sowie zu einer entsprechenden Neugestaltung von gesetzlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus ist sie eine gefragte Vortragende bei Konferenzen zu den Themen Blockchain, Smart Contracts und der Zukunft des Rechts. Seit 2018 ist sie Direktorin des neuen Forschungsinstituts für Kryptoökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Stefan Heidenreich

Stefan Heidenreich, geboren 1965 in Biberach an der Riss, lebt in Berlin und forscht über Medien, Kunst und Ökonomie. Er war an verschiedenen Universitäten tätig, u.a. an der ETH Zürich, der Kunsthochschule in Kassel, der Leuphana Universität Lüneburg, und zuletzt an der Universität Köln. 2017 erschien sein jüngstes Buch „/Geld/ Für eine non-monetäre Ökonomie“, davor u. a. „Mehr Geld“, „Flipflop. Digitale Datenströme und die Kultur des 21. Jahrhunderts“ und „Was verspricht die Kunst?“.

Stefan Schmidt

Stefan Schmidt ist Gründer und CCO der Werbeagentur dieckert-schmidt. Zuvor war er als Creative Director u.a. für Publicis, TBWA Frankfurt / Deutschland / Worldwide, Ogilvy und Springer & Jacoby tätig. Er ist Mitglied des Art Directors Club und der britischen Vereinigung D&AD. Stefan Schmidt hat zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten, darunter Clio, Cannes, D&AD, Eurobest, Epica und LIA. Zu seinen Kunden zählen American Express, die Deutsche Bahn, Adidas, Absolut Vodka, Apple, Mercedes Benz, BMW, der Axel-Springer-Verlag, Der Spiegel, Levis, Uniqlo, DaimlerChrysler, Lufthansa und Amazon.

Viktor Mayer-Schönberger

Viktor Mayer-Schönberger ist Professor für Internet Governance an der Universität Oxford und Autor internationaler Bestseller zu den Themen Datenwirtschaft, digitale Transformation, Big Data und künstliche Intelligenz. Er hat elf Bücher veröffentlicht, unter anderem „Big Data“ und „Delete. Die Tugend des Vergessens in digitalen Zeiten“. Zuletzt veröffentlichte er gemeinsam mit Thomas Ramge „Das Digital. Markt, Wertschöpfung und Gerechtigkeit im Datenkapitalismus“.

Konferenzen

Düsseldorf

Es geht auch anders: So könnte das Resümee des Kongresses „Werte Wandel Widersprüche – Die neuen Gesetze der Innovation“ lauten, der am 6. Dezember 2018 in Düsseldorf stattfand.

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Berlin

Am 25. Mai 2018 machte CREATIVE.NRW mit der Paneldiskussion "Hidden Values" einen Ausflug in die NRW-Landesvertretung in Berlin.

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Essen

Den Auftakt zum Leitthema "Hidden Values" machte im Herbst 2017 die Konferenz „Hidden Values – Mehr wert als Geld?“ auf PACT Zollverein in Essen.

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Zum Video-Rückblick

Panelisten

Carl Jakob Haupt

Carl Jakob Haupt ist einer der zwei Köpfe hinter Dandy Diary. Dandy Diary ist Deutschlands erstes Blog, das sich mit Männermode beschäftigte. Carl Jakob Haupt, der aus einer Pfarrersfamilie stammt und Politikwissenschaften studiert hat, und der Modejournalist David Roth fotografieren sich und ihre Freunde, wenn sie in Berlin ausgehen. Dazu schreiben sie nicht nur über Mode, sondern auch über Bars und Clubs. Die Gründer, die sich seit Schulzeiten aus Kassel kennen, machten immer wieder mit spektakulären Partys und Happenings auf sich aufmerksam. Unter anderem inszenierten sie einen Modeporno und druckten einen als rassistisch erachteten Pullover eines bekannten Modeherstellers in Eigenregie nach.

Christian Boros

Christian Boros, geboren in Zabrze (Polen) und aufgewachsen in Köln, gründete 1990 die heute international tätige Kommunikationsagentur BOROS. Die Agentur berät Wirtschaftsunternehmen und Kulturinstitutionen zu Fragen der Kommunikation. Christian Boros hat eine der größten Kunstsammlungen junger zeitgenössischer Kunst in Deutschland aufgebaut.

Die von ihm gegründete BOROS Foundation präsentiert seit 2008 ausgewählte Highlights der Sammlung in einem umgebauten Bunker in Berlin-Mitte.

Katja Kullmann

Katja Kullmann ist Schriftstellerin und Journalistin. Am liebsten beschäftigt sie sich mit sozialem Statusgerangel, dem Geschlechterzirkus, der Pop(ulär)-Kultur und der wundersamen Welt der Arbeit. Ihr letztes Buch "Rasende Ruinen. Wie Detroit sich selbst erfindet“ (Suhrkamp, 2012) ist eine Reportage über die frühere US-Industrie-Metropole Detroit. Zuvor erschien bei Eichborn ihr viel diskutierter Prekaritäts-Essay „Echtleben". Journalistisch ist sie seit Oktober 2017 als Themenchefin bei der Tageszeitung taz tätig, ressortübergreifend zuständig für die Print- wie auch für die Onlineausgabe sowie für die Seite Drei. Bis Juli 2017 war sie Vize-Chefredakteurin der Wochenzeitung Der Freitag, wo sie auch das Kulturressort leitete. Zuvor arbeitete sie als Ressortleiterin Report (Jahreszeiten Verlag) und Redakteurin (dpa, Gruner+Jahr). Als freie Autorin schrieb bzw. schreibt sie u.a. für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Magazine Monopol und Emma, den Tages-Anzeiger (Zürich), das Magazin Datum (Wien) sowie Analyse & Kritik.

Ronja Von Rönne

Ronja von Rönne, geb. 92, hat sehr viele Studien abgebrochen und einige Praktika absolviert. Dabei hat sie gelernt, dass sie weder Studentin noch Praktikantin werden will. Seitdem schreibt sie, oft für die Welt am Sonntag, selten ganze Bücher und immer auf sudelheft.de. 2016 ist ihr erster Roman WIR KOMMEN im Aufbau Verlag erschienen. Im Februar 2017 erschien das Buch HEUTE IST LEIDER SCHLECHT, eine Sammlung ihrer besten Kolumnen und neuer Texte im Fischer Verlag.

Seit Anfang 2018 nimmt sie sich mit Tilman Rammstedt im neuem Audible Original Podcast “Rönne & Rammstedt” der Fragen an, die das Internet nicht beantworten wil

Thomas Ramge

Thomas Ramge schreibt als Technologie-Korrespondent für das Wirtschaftsmagazin „brand eins“ und als Contributing Editor für „The Economist“. Er ist zudem Autor zahlreicher Bücher, darunter der Spiegel-Bestseller „Die Flicks“, das Kultbuch „Marke Eigenbau“ (zusammen mit Holm Friebe), sowie die Standardwerke „Data Unser“ (zusammen mit Björn Bloching und Lars Luck) und „Durch die Decke denken – Design Thinking in der Praxis“ (zusammen mit Erik Spiekermann), sowie der opulente Infografikband „Wirtschaft verstehen“ (zusammen mit Jan Schwochow). Am 13. Oktober 2017 erscheint seine Publikation „Das Digital – Markt, Mehrwert und Gerechtigkeit im Datenkapitalismus“ (zusammen mit Viktor-Mayer Schönberger) weltweit in zehn Sprachen. Thomas Ramge wurde mit einigen Journalistenpreisen ausgezeichnet, darunter dem Herbert Quandt Medienpreis, dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis, dem ADC-Award und dem Best-of-Corporate-Publishing-Award.

Netzwerkpartner

NRW-Landesvertretung

Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

#urbanana

NRW-Forum Düsseldorf

ecce-european centre for creative economy

Referenten

Andreas Reckwitz

Soziologe

Andreas Reckwitz ist Professor für Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina, regelmäßiger Gastprofessor an der Universität St. Gallen und Mitglied des Beirats "Bildung und Diskurs" des Goethe-Instituts. Er studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie in Hamburg und Cambridge. Reckwitz lebt in Berlin und hat zahlreiche Bücher zur Kulturtheorie der Moderne und Spätmoderne verfasst. Er wurde mit dem Preis "Geisteswissenschaften international" des Börsenvereins des deutschen Buchhandels" und mit der Opus magnum-Förderung der VolkswagenStiftung ausgezeichnet. Seine letzten wichtigsten Buchveröffentlichungen sind: Die Erfindung der Kreativität. Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung, Suhrkamp 2012; Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne, Suhrkamp 2017.

Anja Backhaus

Tagesmoderatorin

Anja Backhaus ist Radio- und Fernsehmoderatorin und lebt zur Zeit in Köln. In den letzten 15 Jahren hat sie hauptsächlich für die ARD gearbeitet (HR, 1Live, Einsfestival), aber auch einen Ausflug zum Privatsender Vox gemacht. Zwischen ihren zahlreichen TV- und Radiojobs moderiert Backhaus gerne Diskussionsrunden, Preisverleihungen und Festivals. Sie ist studierte Politikwissenschaftlerin und seit 2011 eine der deutschen Botschafterinnen der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Georg Franck

Autor

Georg Franck, geboren 1946, studierte Philosophie, Architektur und Volkswirtschaftslehre in München und promovierte im Fach Volkswirtschaftslehre. 1974 bis 1993 war er als freier Architekt und Entwickler von Software für die räumliche Planung tätig, ab 1991 auch als Unternehmer im Bereich der Entwicklung räumlicher Informationssysteme. Von 1994 bis 2015 war er Ordinarius für digitale Methoden in Architektur und Raumplanung an der Technischen Universität Wien. Georg Franck wurde über die Grenzen seines Fachs hinaus bekannt durch seine Arbeiten zur Ökonomie der Aufmerksamkeit und zur Philosophie der Zeit.

 

 

Buchveröffentlichungen:
Raumökonomie, Stadtentwicklung und Umweltpolitik, Stuttgart: Kohlhammer, 1992
Ökonomie der Aufmerksamkeit. Ein Entwurf, München: Carl Hanser, 1998
Mentaler Kapitalismus. Eine politische Ökonomie des Geistes, München: Carl Hanser, 2005
zusammen mit Dorothea Franck: Architektonische Qualität, München: Carl Hanser, 2008

Heike-Melba Fendel

Barbarella Entertainment

Heike-Melba Fendel ist in Köln geboren und von dort nie so ganz fortgegangen. Nach dem Abitur verbrachte sie längere Zeit in New York, besuchte dort Schauspielkurse bei Strasberg und drehte Super-8-Filme mit sich selbst. Sie schrieb Erzählungen in KiWi-Anthologien, Kolumnen in der SPEX und Filmkritiken in Stadt-, Männer- und Frauenmagazinen. Seit 1991 ist sie Geschäftsführerin der Barbarella Entertainment GmbH, einer Veranstaltungs-PR- und Künstleragentur mit Sitz in Köln und Berlin. Darüber hinaus moderiert sie Festivals, Premieren, Gespräche und Kirchentage und unterrichtet an Filmhochschulen und bei Fortbildungs-Seminaren. 2009 erschien ihr Roman NUR DIE bei Hoffmann und Campe, fortlaufend schreibt sie Texte über Kino, Frauen und das Leben in Büchern, Zeitungen (taz, FAZ, epd film, Tagesspiegel, Emma) und Blogs. Ihr zweiter Roman „Zehn Tage im Februar“ erschien am 19. Januar 2017.

Jana Costas

Europa-Universität Viadrina

Jana Costas ist Professorin für Arbeit, Personal & Management an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Sie hat an der University of Cambridge promoviert. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich Organisation, neue Formen der Arbeit, Führung, Kontrolle und Identität. Ihr Buch „Secrecy at Work: The Hidden Architecture of Organizational Life“ (zusammen mit Chris Grey) ist bei Stanford University Press 2016 erschienen.

Leonard Novy

Institut für Medien- und Informationspolitik

Leonard Novy ist Journalist und Ko-Direktor des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik, eines Think Tanks mit Sitz in Köln. Er publiziert regelmäßig zu den Themen Internationale Politik, Öffentlichkeit und Medienwandel. Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Berlin und an der University of Cambridge (MPhil und PhD), 2004-5 Visiting Fellow am Government Department der Harvard University. Zuletzt erschienen die Monografie „Britain and Germany Imagining the Future of Europe. National Identity, Mass Media and the Public Sphere“ (Palgrave Macmillan) sowie die Sammelbände „Journalismus in der digitalen Moderne“, „Zwischen Macht und Ohnmacht. Facetten erfolgreicher Politik“ und "Medienwandel Kompakt".

Mads Pankow

Die Epilog

Mads Pankow (*1985) ist Herausgeber der Zeitschrift für Gegenwartskultur DIE EPILOG und Politikberater. Einmal im Jahr veranstaltet er den Digital Bauhaus Summit, eine Boutiquekonferenz zu politischem Design in Weimar. Er hat in Marburg, Malmö und Weimar Medien-, Kultur- und Organisationswissenschaft studiert und sich auf technikphilosophische und -soziologische Fragen spezialisiert.

Rafael Horzon

Unternehmer

Rafael Horzon, geboren 1970 in Hamburg, studierte Philosophie, Latein und Atomphysik in Paris, München und Berlin, bevor er 1996 als Fahrer in den Paket-Dienst der Deutschen Post wechselte. Seit 1997 Gründung zahlreicher Unternehmen, darunter das Möbelhaus Moebel Horzon, die Partnertrennungsagentur Separitas, das Fachgeschäft für Apfelkuchenhandel und Horzons Wanddekorationsobjekte. 2010 veröffentlichte Horzon bei Suhrkamp seinen autobiografischen Bestseller "Das Weisse Buch", der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Rafael Horzon lebt und arbeitet in Berlin. Er gilt als drittwichtigster Designer der Welt.

Shermin Voshmgir

BlockchainHub Berlin

Dr. Shermin Voshmgir ist Gründerin des BlockchainHubs, der weltweit interdisziplinär die Entwicklung der Blockchain-Technologie vorantreibt, kommuniziert und diskutiert. Sie berät Unternehmen und Regierungsorganisationen zu relevanten Blockchain-Anwendungen sowie einer entsprechenden Neugestaltung von gesetzlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus ist sie eine gefragte Vortragende bei Konferenzen zum Thema Blockchain, Smart Contracts und der Zukunft des Rechts. Als promovierte Wirtschaftsinformatikerin lehrt sie auch als Gastdozentin das Thema Blockchain am Institut für Informatik der Wirtschaftsuniversität Wien. Als gebürtige Wienerin, mit Iranischen Wurzeln, fühlt sie sich in Berlin seit vielen Jahren sehr wohl.

Stefan Heidenreich

Autor

Stefan Heidenreich, geboren 1965 in Biberach an der Riss, lebt in Berlin und forscht über Medien, Kunst und Ökonomie. Er war an verschiedenen Universitäten tätig, u.a. an der ETH Zürich, der Kunsthochschule in Kassel, der Leuphana Universität Lüneburg, und zuletzt an der Universität Köln. Am 15. Oktober 2017 erscheint sein jüngstes Buch „/Geld/ Für eine non-monetäre Ökonomie“ (2017), davor u.a. „Mehr Geld“ (2008), „Flipflop. Digitale Datenströme und die Kultur des 21. Jahrhunderts“ (Hanser 2004) und „Was verspricht die Kunst?“ (1998).

Stefan Schmidt

dieckertschmidt

Stefan Schmidt ist Gründer und CCO der Werbeagentur dieckertschmidt. Zuvor war er als Creative Director u.a. für Publicis, TBWA Frankfurt/Deutschland/Worldwide, Ogilvy und Springer&Jacoby tätig. Er ist Mitglied des Art Directors Club und der britischen Vereinigung D&AD. Stefan Schmidt hat zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten, darunter Clio, Cannes, D&AD, Eurobest, Epica und LIA. Zu seinen Kunden zählen American Express, Deutsche Bahn, adidas, Absolut Vodka, apple, Mercedes Benz, BMW, Axel-Springer-Verlag, Der Spiegel, Levis, Uniqlo, DaimlerChrysler, Lufthansa und amazon. Stefan Schmidt glaubt an das konsequente Verhalten einer Marke nach ihrem Brand Belief; an Disruption, das Verlassen der Konventionen, um Markterfolg zu schaffen; an die beste Exekution für das jeweilige Medium. Er hat Oliver Kahn über die Autobahn hechten lassen, hat den Trucker-Beruf ins rechte Licht gerückt, hat Petr Czech acht Arme gegeben, hat das BMW 1er-Coupe eingeführt, hat die erste A-Klasse eingeführt und sie nach dem Elchtest mit Boris Becker wieder aufgestellt, hat die Adilette cool gemacht und hofft, dass seine Arbeiten für mehr Aufmerksamkeit sorgen als sein Lebenslauf.

Thomas Ramge

Autor

Thomas Ramge schreibt als Technologie-Korrespondent für das Wirtschaftsmagazin „brand eins“ und als Contributing Editor für „The Economist“. Er ist zudem Autor zahlreicher Bücher, darunter der Spiegel-Bestseller „Die Flicks“, das Kultbuch „Marke Eigenbau“ (zusammen mit Holm Friebe), sowie die Standardwerke „Data Unser“ (zusammen mit Björn Bloching und Lars Luck) und „Durch die Decke denken – Design Thinking in der Praxis“ (zusammen mit Erik Spiekermann), sowie der opulente Infografikband „Wirtschaft verstehen“ (zusammen mit Jan Schwochow). Am 13. Oktober 2017 erscheint seine Publikation „Das Digital – Markt, Mehrwert und Gerechtigkeit im Datenkapitalismus“ (zusammen mit Viktor-Mayer Schönberger) weltweit in zehn Sprachen. Thomas Ramge wurde mit einigen Journalistenpreisen ausgezeichnet, darunter dem Herbert Quandt Medienpreis, dem Deutschen Wirtschaftsbuchpreis, dem ADC-Award und dem Best-of-Corporate-Publishing-Award.

Yilmaz Dziewior

Museum Ludwig

Yilmaz Dziewior ist seit dem 1. Februar 2015 Direktor des Museum Ludwig in Köln. Er promovierte über Mies van der Rohe zum Thema „Blick durch den Spiegel. Glas als raumdefinierendes Element im Werk von Mies van der Rohe.“ Von 2001 bis 2008 war er Direktor des Kunstvereins Hamburg. Von Oktober 2009 bis Januar 2015 leitete er das Kunsthaus Bregenz. 2015 kuratierte Yilmaz Dziewior den Österreichischen Pavillon für die Biennale di Venezia. Dziewiors Texte erschienen regelmäßig in den Publikationen „Artforum“ (New York), „Camera Austria“ (Graz) und „Texte zur Kunst“ (Berlin). Er hat über 50 Bücher und Kataloge zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts herausgegeben.

Medienpartner

Brandeins

CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values

Die von CREATIVE.NRW als CREATIVE.Spaces ausgezeichneten Netzwerke wurden eingeladen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“, Erkenntnisse und Visionen rund um die versteckten Werte und die Wirtschaftsdynamik der Zukunft mit den kreativen und unternehmerischen Realitäten abzugleichen und handhabbar zu machen. Mit Akteuren der Kreativwirtschaft, also jenen, die tagtäglich mit den Werten Aufmerksamkeit, Beziehungen, Informationen und Einzigartigkeiten handeln, geht CREATIVE.NRW auf die Suche nach praxistauglichen Antworten auf die Fragen, die sich aus den bisher gesammelten Ansätzen, aber auch aus der Alltagspraxis der Kreativen ergeben.

Abschlussveranstaltung in Düsseldorf @ THE DORF

Am Freitag, dem 22. Februar 2019 feierte CREATIVE.NRW zusammen mit THE DORF und den weiteren CREATIVE.Spaces des Jahres 2018 im Innovationshub und im Hotel Friends in Düsseldorf den Abschluss der „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ Roadshow.

Hidden Values im DORF

Nach einer Begrüßung durch CREATIVE.NRW-Geschäftsstellenleiterin Claudia Jericho sowie Tina Husemann und David Holtkamp von THE DORF stellte LAVAlabs-Geschäftsführer Michael Brink zunächst kurz den Innovationshub vor, eine gemeinsame Einrichtung von LAVAlabs Moving Images, tennagels Medientechnik und der Hochschule Düsseldorf. Von der EU und dem Land NRW im Rahmen des EFRE-Programms gefördert, widmet er sich Forschungsprojekten im Bereich Mensch-Maschine-Interaktionen und bringt dabei neueste technologische und kreative Entwicklungen zusammen.

Im Anschluss resümierten die CREATIVE.Spaces Heimatdesign, Wasserschloss Reelkirchen, Utopiastadt und MediaLab.NRW die Ergebnisse der vorangegangenen Roadshow-Stationen zu den einzelnen „Hidden Values“ Beziehungen, Einzigartigkeit, Daten und Aufmerksamkeit. Ein geführter Rundgang durch den Innovationshub beschloss den ersten Teil der Veranstaltung.

Der zweite Teil führte die rund 150 Gäste ins nahegelegene Hotel Friends, wo sie schon vor dem Eingang von einer Ausstellung mit Musikerporträts von Brian Storm begrüßt wurden. Erster Programmpunkt war eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wertschöpfung und Wertschätzung in der Musik“: Im Gespräch mit Thomas Venker, Herausgeber des kaput Magazins, berichteten DJ und Producer Lucas Croon (Bar, Stabil Elite) und Sängerin Elke Brauweiler (ehemals Paula und Commercial Breakdown) sehr offen und ehrlich über ihre Erfahrungen. Beide können von ihrer Musik leben, aber nur, weil sie breit aufgestellt sind und unterschiedliche Aktivitäten verfolgen.

Elke Brauweiler ist nicht nur als Solokünstlerin aktiv, sie unterrichtet auch und arbeitet als Studio- und Livemusikerin auch für andere Künstler, etwa José Gonzalez. Den Release ihrer aktuellen CD hat sie durch Crowdfunding mitfinanziert – dank der über Jahre aufgebauten Fanbase sei es ihr möglich gewesen, die Kampagne erfolgreich abzuschließen. Doch nicht alles sei positiv: Es sei ihr nicht gelungen, eine Bookingagentur zu finden, die für sie Konzerte organisiere – und so hadere sie doch zuweilen mit dem unsicheren Leben als Musikerin.

Lucas Croon produziert nicht nur solo Musik, mit der er als DJ- und Live-Act auch schon mal auf eine Goethe-Institut geförderte Tour geht: Er ist auch Mitglied der Bands Bar und Stabil Elite und komponiert Musik für Werbung und Filme. Streaming ist für ihn keine wirtschaftlich relevante Erlösquelle – anders als etwa ein Tatort, der mehrmals gesendet wird und jedes Mal Einnahmen bringt.

Beide betonten, dass es wichtig ist, sich um die geschäftliche Seite des Musikmachens zu kümmern, auch wenn es schwerfällt – „man wächst rein in das Geschäftliche“, sagte Lucas Croon. So sollte man mit Kooperationspartnern bereits im Vorfeld klären, wer welchen Anteil erhält. Verträge mit Labels und Verlagen sollten immer vorher von einem Rechtsanwalt durchgesehen werden. Anträge für Förderungen zu schreiben, sei zwar lästig, aber notwendig und letztlich hilfreich. Generell wünschen sich beide, dass Institutionen wie die GEMA oder die Initiative Musik ihre Verfahren vereinfachen. „Popschulen“ stehen beide eher skeptisch gegenüber: „Auch wenn der Weg schwer ist, gehe ich lieber meinen eigenen“, sagte Elke Brauweiler.

Zwei Songs von Elke Brauweiler und ein Kurz-Konzert von I AM SCHNEIDER mit dem in Düsseldorf lebenden Corduroy-Schlagzeuger Ben Addisson als Gast sowie ein DJ-Set von Lucas Croon beschlossen den Abend. Zahlreiche Teilnehmer*innen nutzten bei Snacks und Drinks noch die Gelegenheit zum Netzwerken – und Tanzen.

Mehr Informationen zu den CREATIVE.Spaces

Thema Aufmerksamkeit @MEDIALAB.NRW in Oberhausen

Am 12. Januar 2019 fand das vom MediaLAB.NRW veranstaltete MediaCampNRW im Rahmen der „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ Roadshow in Oberhausen statt. Das Thema „Aufmerksamkeit als Währung der Zukunft“ lockte rund 100 hochmotivierte Teilnehmer*innen.

Aufmerksamkeit für Aufmerksamkeit

Bereits im Vorfeld des Barcamps waren vier große Themenblöcke von den Veranstalter*innen und Teilnehmer*innen festgelegt worden. Zu Beginn des Barcamps wurden dann verschiedene Sessionvorschläge gepitcht. Das Programm des Tages umfasste schließlich 22 Sessions à 45 Minuten.

Ein Block widmete sich dem Thema „Kreativwirtschaft in den Medien“. Drei der Sessions befassten sich mit der Frage, wie Medienformate den Wert kreativer Arbeit vermitteln können. In einer von CREATIVE.NRW gehosteten und moderierten Session ging es um die Entwicklung eines TV-Formats sowie eines Podcasts. Vorgestellt wurden die Inhalte der Session von Steve Blame, ehemaliger Moderator bei MTV und Fernsehformatentwickler, und Spieleentwickler Christoph Brosius. In der lebendigen Diskussion wurde schnell deutlich, dass im Vorfeld vor allem geklärt werden sollte, an wen und mit welcher Zielsetzung sich die Inhalte richten sollten – erst dann könne man sich damit befassen, wie das Format aussieht. Christoph Brosius kündigte an, sich weiterhin mit der Entwicklung eines Podcasts zu beschäftigen, der die Wertschätzung kreativer Arbeit insbesondere bei Entscheider*innen aus der Wirtschaft stärken kann. Steve Blame meldete an, sich mit der Entwicklung eines entsprechenden Reality-TV-Formats für die breite Öffentlichkeit zu befassen.

In weiteren Sessions wurde etwa gefragt, ob Livestreaming tot ist und wie man auf seiner Website mehr Traffic über Pinterest erreichen kann.

Der Themenblock „Zukunft des Journalismus“ stellte nicht nur neue Technologien wie Chatbots im Journalismus vor: Zudem gab es etwa Tipps zur Interviewführung mit dem Smartphone oder zum Umgang mit „Shitstorms“, die bei einer smarten Reaktion des Community Managements langfristig sogar für viel positive Aufmerksamkeit sorgen können.

Der Block „Hidden Values: Aufmerksamkeit und Information“ widmete sich unter anderem dem Sinn oder Unsinn von Hackathons im Journalismus. Anhand von persönlichen Erfahrungen tauschten die Teilnehmer*innen Pro- und Kontraargumente aus. Während manche sich durch solche Veranstaltungen ausgenutzt fühlen, schätzen andere den gruppendynamischen Charakter eines Hackathons.

Im Block „Mojo Meeting“ ging es vornehmlich um Tipps und Tricks im Bereich des mobilen Journalismus. Dabei stand insbesondere die Videoproduktion mit Hilfe des Smartphones im Fokus. Manuel Heckmair, Reporter bei RTL, veranschaulichte anhand von konkreten Beispielen, wie er das Smartphone für die investigative Berichterstattung einsetzt – und dass es beispielsweise für persönliche O-Töne auch von Vorteil sein kann, nicht mit einer großen Kamera zu drehen.

Im Verlauf des Tages wurde deutlich, dass Aufmerksamkeit auf ganz unterschiedliche Art und Weise erzeugt werden kann. In Zeiten der schnell voranschreitenden Digitalisierung wird es dabei sowohl für Journalisten als auch für andere Kreative unerlässlich sein, sich eine gewisse Medienkompetenz anzueignen. Dies sei die Voraussetzung, um mittel- und langfristig Aufmerksamkeit für das Verbreiten wichtiger Inhalte und qualitativ hochwertigen Journalismus zu erzielen.

Im Anschluss an die Sessions boten die Veranstalter*innen neben der Möglichkeit zum gemeinsamen Reflektieren und Vernetzen noch ein besonderes Abendprogramm an: Der piqd Salon war zu Gast in Oberhausen und stellte drei spannende Geschichten aus dem journalistischen Geschehen des letzten Jahres vor.

Mehr Informationen zu den CREATIVE.Spaces

Thema Daten @ UTOPIASTADT in Wuppertal

Unter dem Titel „Hidden, lost & data driven – Wo sind die Werte im Meer der Daten?“ diskutierten am 25. Oktober in Wuppertal im CREATIVE.Space Utopiastadt über 60 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Kreativwirtschaft über eine neue Datenkultur, ein neues Werteverständnis und die Definition von Glück und Zufriedenheit.

Daten, Werte, Wertschätzung

Die dritte Station der von CREATIVE.NRW initiierten Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ fand in Kooperation mit dem Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent), dem Wuppertal Institut und dem Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) statt. In Workshops konnten sich die Teilnehmer über die Projekte „Wohlstandstransformation Wuppertal“, das „GeoPortal des guten Lebens“ und über die „Glücklich in Wuppertal“-App der jeweiligen Projektträger informieren und austauschen. So wurde über die Themen Daten, Werte und Glück zunächst in kleinen Gruppen diskutiert.

Das von Joachim Beck (Beck und Consorten) moderierte Panel zeigte im Anschluss durch spannende Impulse der Referenten teils auch persönliche Ein- und Ausblicke in das jeweilige Werteverständnis. So stellte CREATIVE.NRW-Projektleiterin Carolin Paulus zu Beginn heraus, dass es schwer sei, die Werte der Kultur- und Kreativwirtschaft zu messen, und sich auch ihre Produkte entsprechend schlecht quantifizieren und qualifizieren lassen. Aus diesem Grund brauche die Kultur- und Kreativwirtschaft erst recht noch mehr Aufmerksamkeit für ihre „Hidden Values“. Dorothee Becker (Gebr. Becker) machte deutlich, dass es nicht die Qualität ihrer Vakuumpumpen allein sei, warum ihr mittelständisches Unternehmen als eines von wenigen weiterhin Erfolg habe – die besondere Unternehmenskultur sei es, die sie gegenüber Kunden und Partnern von ihren Wettbewerbern unterscheide. Berührungspunkte mit Kreativen habe ihr Unternehmen im Produktdesign und im Marketing, in dem Kreativen die Aufgabe zukomme, diesen „Hidden Value“ der Einzigartigkeit zu vermitteln.

Mit den Worten „Würde ist die Währung einer gerechten Gesellschaft“ leitete Helge Lindh (Bundestagsabgeordneter) seinen Impuls ein und stellte fest, dass man bestimmte Werte erst verknappen müsse, damit sie wieder wertgeschätzt werden könnten. Über die Bedeutsamkeit von Daten, die mit Inhalten hinterlegt sind, und die Notwendigkeit einer differenzierten Daten-Diskussion sprach Matthias Hornschuh (Komponist, Mitglied des CREATIVE.Board). Darüber hinaus machte er auf die Problematik aufmerksam, dass Kreative auf Grund ihrer intrinsischen Motivation für ihre Arbeit immer ein Stück weit erpressbar bleiben werden. Abschließend plädierte Prof. Dr. Lutz Becker (Hochschule Fresenius) dafür, Daten von den großen Plattformen zurückzuerobern und sie etwa von Genossenschaften treuhänderisch verwalten zu lassen.

Die Teilnehmer hatten zum Abschluss noch die Möglichkeit, ihre Eindrücke über ein Online-Abstimmungstool einzubringen. Unter den Stichworten „Zuversicht“, „Motivation zu mehr Kreativität“, „Input“ und „Antrieb“ ließen die Besucher den Abend im Café Hutmacher ausklingen.

Zur nächsten Veranstaltung der Reihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ zum Thema „Aufmerksamkeit“ lädt CREATIVE.NRW gemeinsam mit dem CREATIVE.Space MediaLAB.NRW am 12. Januar nach Oberhausen ein. Weitere Informationen dazu in Kürze hier.

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Thema Beziehungen @ HEIMATDESIGN in Dortmund

Welche Strategien, Werkzeuge und Ressourcen lassen sich fachübergreifend einsetzen, um unternehmerische Beziehungen erfolgreich zu gestalten? Kreativschaffende und Interessierte waren eingeladen, am 12. September im Rahmen der Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ in Dortmund mit dem Netzwerk Heimatdesign Lösungsansätze zu erarbeiten.

Erfolgreich Beziehungen Gestalten

Vernetzt euch! Die Botschaft der Veranstaltung „Erfolgreich Beziehungen gestalten“, die am 12. September im Rahmen der Reihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“ in Dortmund bei Heimatdesign stattfand, war am Ende deutlich: Engere Kooperation und permanente Beziehungsarbeit sind (nicht nur) zwischen Start-ups und Designern der Schlüssel für eine glückliche Beziehung.

Der Tag begann mit dem Besuch einer Ausstellung zur Inspiration: Wie Personen, Institutionen und Objekte in medialer Kunst interagieren, wurde den Teilnehmern bei einer Führung durch die Installationen und Werkserien des Künstlerduos Korpys und Löffler im HKMV im Dortmunder U veranschaulicht. Inspiriert von der Medienkunst ging es weiter zum Brückcenter. In dem zum Teil leerstehenden Einkaufszentrum wurde ein Ladenlokal zur Spielstätte der Veranstaltung. Jörg Stüdemann, Stadtdirektor und Kulturdezernent der Stadt Dortmund, begrüßte die Gäste und stellte die Bedeutung der Vernetzung heraus: „Kreative müssen vernetzt zusammenarbeiten, wenn sie erfolgreich sein wollen.“ An dem kreativwirtschaftlichen Erfolgszug der Region haben laut Stüdemann viele Akteure ihren Beitrag geleistet, insbesondere lobte er die engagierte Arbeit von Heimatdesign. Ein neuer Ort für kreativwirtschaftliche Nutzung und Vernetzung hätte nach den Plänen von Philip Hartmanis von der Agentur Neovaude, die er in einer Präsentation vorgestellt hat, auch das Brückcenter werden können. Diese Pläne wurde allerdings eine Woche vor der Veranstaltung abgelehnt, da dort zukünftig neuer Wohnraum entstehen soll.

Im Anschluss erarbeiteten die TeilnehmerInnen in drei Workshops Methoden, Tools und Strategien für die verschiedenen Stadien von Beziehungen zwischen Start-ups und Kreativschaffenden. Im ersten Workshop „treffen / anbahnen / kennenlernen“ unter der Leitung von Simon Hombücher, Innovationsmanager und Leiter der Innovationsfabrik an der Universität Duisburg-Essen, ging es viel um Vertrauen. Da Designer die Identität von Unternehmen gestalten, sollte man sie von Beginn an in alle Prozesse mit einbinden, ihre Arbeit entsprechend wertschätzen und auch wissen, was sie alles leisten können. Im Gründungsprozess und besonders im Business- und Budgetplan sollte daher die Designleistung eine elementare Rolle spielen. Ein Tipp für die Designer: Öfter mal die Kundenbrille aufsetzen und die eigenen Angebote verständlicher kommunizieren.

Um den Beziehungsstatus „verstehen / vertrauen / verbrüdern“ ging es im Workshop mit Bernd Fesel vom european centre for creative economy (ecce). Die Teilnehmer waren sich einig darin, dass es in Beziehungen auch immer um Empathie geht, deswegen sollte man sie auch dann pflegen, wenn sie gerade keinen „Ertrag“ bringen. Darüber hinaus sollte man sich immer auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Immaterielle Werte sollten ebenso wie materielle geschätzt werden.

Über die harten Fakten wurde im Workshop „etablieren / stabilisieren / entwickeln“ unter der Leitung von Martin Kiel, Codecentric AG, diskutiert. Zentrale Erkenntnis: Beziehungen müssen ständig neu verhandelt werden – es ist ein ständiger Arbeitsprozess, eine gute Geschäftsbeziehung aufrechtzuerhalten, den Status „jetzt ist es fertig“ gibt es nicht.

In der anschließenden Diskussion, an der auch Carmen Radeck von Ruhrgründer.de teilnahm, wurde die Problematik herausgestellt, dass Start-ups oft nicht die Notwendigkeit sehen, in eine strategische Design-Dienstleistung zu investieren. Eine Studie des Deutschen Markenmonitors bestätigt jedoch, dass die Folgen einer fehlenden Designkompetenz im Unternehmen nicht nur die Markenführung, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit bedrohen. Bei Drinks und Snacks wurden der Abend genutzt, um erfolgreich Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.

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Thema Einzigartigkeit @ Wasserlschloss Reelkirchen e.V.

Einzigartigkeit als Alleinstellungsmerkmal: Wie Einzigartigkeit als Chance genutzt werden kann, hat „Unique – Einzigartigkeit als Währung der Zukunft“, der Auftakt zur Veranstaltungsreihe „CREATIVE.Spaces exploring Hidden Values“, am 2. August in Blomberg gezeigt. Kreativschaffende aus ganz NRW setzten sich mit der Einzigartigkeit des Gastgebers Wasserschloss Reelkirchen e.V. auseinander.

Unique - Einzigartigkeit als Währung der Zukunft

Als Einstieg in den Tag wurden die Besucher zunächst von Sigrun Brunsiek, Vorstand Wasserschloss Reelkirchen e.V., durch das „FREIRAUM-LEERSTAND“-Projekt in Blomberg geführt. Vier leerstehende Ladenlokale wurden eine Woche lang von Künstlern bespielt, wodurch der ruhige Ort auf eine ganz besondere Art und Weise belebt und Platz für einzigartige Experimente geschaffen wurde. Neben einem „Entwicklungsbüro für Visionen“, einem Aktionsraum für Objekte zum Thema Recycling und Upcycling, haben auch Studenten der Universität der Künste Berlin ein Lokal mit einem Container besetzt, um so die Tristesse des leeren Geschäftes widerzuspiegeln. So hat u.a. Laura Schlütz, vom CREATIVE.Space Paderborner Kreaturen e.V., hat in ihrer „Andersschneiderei“ ungeliebte Kleidungsstücke zu neuen Kreationen umgeschneidert und die Geschichten der Textilien festgehalten.

Im Anschluss ging es weiter nach Reelkirchen. Bevor die Teilnehmer durch das Wasserschloss geführt wurden, bekamen sie bei einem Rundgang durch das Dorf Reelkirchen einen Eindruck von der Umgebung und dem Kontext, in dem der Verein agiert. Eine tausendjährige Eiche, eine romanische Kirche und eine urige Kneipe, in der die Zeit stehen geblieben scheint, vermitteln die Einzigartigkeit dieser Ortschaft. Zurück im Wasserschloss gab es aufwändig renovierte und künstlerisch gestaltete Tapetenzimmer und imposante Räumlichkeiten zu bewundern. Der Verein Wasserschloss Reelkirchen wurde 2014 gegründet mit dem Ziel, Kunst und Kultur abseits des Urbanen als Experimentierfeld zu begreifen, und beherbergt mehrere Künstler, die mit ihren Kunstwerken in die Region hineinwirken.

Wie solche Regionen, im speziellen aber Räume kreiert werden können, vermittelte Prof. Eva Filter in dem Vortrag „Was braucht ein kreativer Raum?“. Ein Raum sollte ihrer Ansicht nach ein Wir-Gefühl kreieren und Beziehungen herstellen, er sollte einen Anker schaffen, mit dem man sich verbindet, und so eine Identifikation erzeugen. Gute Innenraumkonzepte verzahnen den geometrischen Raum mit ergonomischen Körperformen und gehen auf die Choreografie der Bewegung des Körpers ein. Indem die rund 40 Gäste alle zehn Minuten dazu aufgefordert wurden, einen Platz weiter zu rutschen, hat sich jeder immer wieder neu mit der Wirkung des Raumes auseinandergesetzt. Fabian Seibert, vom CREATIVE.Space designmetropole aachen, präsentierte in seinem Vortrag „Mit Guerilla-Aktionen Gemeinschaft und Sichtbarkeit aufbauen“ verschiedene lokale Aktionen mit Überraschungseffekt. Als Design-Kollektiv hat die designmetropole aachen z.B. in einer Nacht- und Nebelaktion fast alle Ortseingangsschilder der Stadt Aachen mit ihrem Schriftzug „Designmetropole“ versehen. Um dem Museum Aachen zu mehr Besucherzahlen zu verhelfen, wurde das Museum mit IKEA-Fahnen bestückt, und es wurden Kötbullar verkauft. Weitere erfolgreiche Aktionen waren der „Tag der offenen Toiletten“, mit dem die Kreativen Passanten zur Besichtigung einer Schloss-Location motivieren wollten, oder die Verteilung von Knöllchen, die als Freikarten für ein Museum dienten. Inspiriert von den Vorträgen diskutierten die TeilnehmerInnen noch über Ideen, wie das Wasserschloss zukünftig weiter an Aufmerksamkeit gewinnen kann und mit welchen Mitteln eine bessere Kommunikation nach außen erfolgen könnte. Da alle Teilnehmer ein großes Interesse an der weiteren Erarbeitung von gemeinsamen Projekten signalisierten, werden alle Interessenten zu einem weiteren Workshop-Tag eingeladen.

Der künstlerische Teil des Tages wurde im Schlossgarten von der Sound-Installation der Künstlerin Anna Korsun mit dem Stück „The Times of the Owls Flight“ eingeleitet, die das Publikum zum Flanieren und Insichkehren einlud. Weniger ruhig, eher aufbrausend und gewaltig war die akustische Installation „Reconstruction of The Symphony of Industrial Horns“ des Künstlers Sergey Khismatov, die mit einer Kombination aus Fliegerangriff- und Bombardement-Klängen die Idylle des Wasserschlosses für einen kurzen Moment durchbrach.

Der Bürgermeister der Stadt Blomberg, Klaus Geise, würdigte in seinem Grußwort das Engagement des Vereins und die authentische Erhaltung des Wasserschlosses: „Die Einzigartigkeit dieses Ortes ist der Kompetenz und dem Engagement der Akteure zu verdanken, die ein kulturelles Musterprojekt geschaffen haben, welches für die künstlerische und kulturelle Bedeutung unserer Stadt von hoher Bedeutung ist.“ Die Tatsache, dass der Bürgermeister an diesem Abend zum ersten Mal das Wasserschloss Projekt besuchte, zeigt, dass die Veranstaltung nicht nur in den Reihen der Kreativschaffenden Aufmerksamkeit erzielt hat, sondern auch Politik und Verwaltung auf wichtige Themen aufmerksam gemacht hat.

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