Creative.Talk

Philipp Maiburg, künstlerischer Leiter des Open Source Festivals, auf dem in diesem Jahr erneut die Open Squares als Plattform für Kreative aus NRW stattfinden spricht über die Auswirkungen der Open Squares und seine Wünsche für die Zukunft des Festivals.

1. Wie kam es zu der Idee, ein Musikfestival um eine Plattform für die Kreativwirtschaft zu ergänzen? 

Schon mit der ersten Ausgabe des Open Source Festivals 2006 hatten wir Anfragen von Betreibern kommerzieller Stände wie z.B. Bungee Jumping. Das haben wir trotz Geldmangels abgelehnt und uns auf lokale Kunstvereine, Labels, Galerien etc. konzentriert. Diese Idee ist also stetig gewachsen und hat sich organisch entwickelt. 


2. Die Open Squares sind eine Plattform für junge Kreative aus ganz NRW aus den Sparten Kunst, Mode, Musik und Design. Sind bei den diesjährigen Vertretern klare Trends erkennbar, und wenn ja: Wie sehen diese aus?

Schön ist es, dass wir erstmalig fast 60 Bewerber hatten aus den unterschiedlichsten Sparten! So viele wie noch nie. Besonders freut uns jedoch die Qualität der Einreichung. Es war tatsächlich nicht einfach. Stark spürbar ist die Digitalisierung. Zum Beispiel in Form von Typografie mit dem 3D-Drucker, einer App, die ethischen Konsum möglich machen soll, oder einer neuen, streamingbasierten Abspielmöglichkeit für Kinderhörspiele. Aber auch Upcycling ist nach wie vor Thema.


3. Die Open Squares nehmen in diesem Jahr mehr Platz ein. Wie wirkt sich das aus? 

Wir versuchen jedes Jahr, das Programm an allen Stellen zu verbessern. Die Open Squares werden dieses Jahr am deutlichsten aufgewertet und ziehen an einen eigenen Ort: den Führring. Hier werden sonst die Pferde kurz vorm Rennen letztmalig begutachtet, bevor die Wette platziert wird. Ein idealer Ort für unseren Ideenmarktplatz, finden wir. Im Zentrum dieses Platzes bauen wir mit NTS RADIO ein echtes Radiostudio auf, aus dem wir den ganzen Tag live broadcasten. Die Open-Squares-Besucher werden also auch Radio live erleben.


4. Welche Rolle nimmt das Open Source Festival als Forum speziell für die Musikszene in NRW ein? 

Das Ziel ist es, besondere popmusikalische Formate aus NRW in internationalem Rahmen an einem Ort sinnvoll zu platzieren. 


5. Wie wichtig ist die Vernetzung kreativer Teilbranchen für das Festival?

Grenzüberschreitung zwischen Musik, darstellender und bildender Kunst sowie Kultur- und Kreativwirtschaft ist erklärtes Ziel unseres Formates, und die Besucher erwarten es mittlerweile von uns. 


6. Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Festivals? 

Die Möglichkeit der Mehrtägigkeit wäre sehr schön sowie weiterhin nachhaltige Projekte wie unser Artist-in-Residence-Projekt „LIVE at ELEKTRO MÜLLER“ im ehemaligen KlingKlang Studio umsetzen zu können.

 

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