Zum Hauptinhalt springen

Rückblick Roadshow #1: „Veränderung beginnt bei uns selbst.“

Was sind kreative Arbeitsstrukturen, und warum sind kreative Akteur*innen unerlässlich für die Prozesse rund um das Thema „Good Work“? Darum ging es am 26. September bei der ersten Station der CREATIVE.Spaces Roadshow, zu der die Insane Urban Cowboys nach Gelsenkirchen-Ückendorf eingeladen hatten. Akteur*innen aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Kreativwirtschaft kamen zusammen, um über aktuelle Herausforderungen im Kontext „Neue Arbeit“ zu sprechen.

© Fotos: Carlo Feick

Vor dem öffentlichen Teil der Veranstaltung trafen sich Vertreter*innen der CREATIVE.Spaces aus ganz NRW mit weiteren geladenen Gästen zu einem Workshop zum Thema New Work. Unter der Leitung von Daniel Ullrich, Mitglied der Insane Urban Cowboys und Leiter im Bereich Transformation bei innogy, galt es, Muster, Strukturen und Glaubenssätze im Arbeitsumfeld zu identifizieren, um in einem nächsten Schritt innovative Lösungsansätze zu erarbeiten. Ein Team kam beispielsweise auf die Idee, einen Wissens-Podcast zu erstellen, um ohne großen Aufwand Know-how in einer Organisation weitergeben zu können.

Beim anschließenden Rundgang durch Gelsenkirchen-Ückendorf präsentierten die Insane Urban Cowboys verschiedene Projekte und Räume, die das Netzwerk in den vergangenen Jahren initiiert und bespielt hat, u.a. mit dem Places VR-Festival. Vom VRoom.Ruhr, in dem die Besucher*innen verschiedene Virtual-Reality-Anwendungen ausprobieren konnten ging es über einen Design-Shop mit Galerie und Café in eine stillgelegte Diskothek, die zu einem Tagungsort umgebaut werden soll. Zum Schluss besichtigte die Gruppe das gerade entstehende Street-Art Mural, das zu einem großen Teil von dem CREATIVE.Spaces-Preisgeld finanziert wird.

„Wenn etwas neu ist, hat es noch keinen Wert, erst wenn etwas auch gut ist, hat es einen Wert“, mit diesen Worten eröffnete Daniel Ullrich am Abend die Diskussionsrunde zum Thema „Good Work“ und hieß seine Gäste Martin Rennen (Emscher Lippe Energie GmbH – ELE), Daniela Berglehn (innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft gGmbH), Céline Berger (Künstlerin), Markus Hertlein (XignSys GmbH) und Melanie Kemner (TEAM i GmbH) im c/o Raum für Kooperation willkommen. Wie die „New Ways of Working“ aussehen könnten, erläuterte Daniel Ullrich in einem kurzen Impulsvortrag. Zentrale These: Unternehmen müssen sich schneller als ihre Wettbewerber wandeln können, wenn sie zukünftig bestehen wollen – und das ist eine Frage der Kultur des Unternehmens und der Haltung seiner Mitarbeiter*innen. In der anschließenden Diskussionsrunde beschrieben die Panelteilnehmer*innen zunächst, was für sie Good Work bedeutet: Neben Rückendeckung, Selbstbestimmtheit, Sinnhaftigkeit und Flexibilität sind auch gute Ergebnisse und Spaß an der Beschäftigung entscheidende Faktoren für gute Arbeit. Um jedoch dorthin zu kommen, braucht es verschiedene Dinge, z.B. Vertrauen, eine gesunde Fehlerkultur, Pioniere im Unternehmen, die etwas voranbringen wollen oder auch eine andere Denkweise anstoßen, um routinierte Strukturen aufzubrechen. An dieser Stelle kommen die kreativen Akteur*innen ins Spiel, die nach Einschätzung aller Diskutant*innen unverzichtbar für den Prozess hin zu Good Work sind. Daniela Berglehn bringt im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms der innogy Stiftung Künstler*innen ins Unternehmen, um dort von innen heraus einen Diskurs anzuregen. Céline Berger, selbst Teilnehmerin des Programms, betont, dass es viel zu oft nur um die Frage geht, wie man mit welchen Methoden am besten arbeitet, anstatt die Frage zu stellen, was im Unternehmen eigentlich gemacht wird und ob das eigentliche Produkt Sinn macht oder wie es verbessert werden kann. Abschließend appellierte Daniel Ullrich an alle Gäste der Veranstaltung, dass wir viel mehr miteinander reden sollten, weil jede Veränderung letztlich bei uns selbst beginnt. Geredet, gegessen und getrunken wurde dann im Anschluss in der gegenüberliegenden Trinkhalle am Flöz.

Zum Video-Rückblick

CREATIVE.Spaces