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Rückblick: Next Level Festival 2017

Bereits zum zweiten Mal fand das Next Level – Festival for Games nun in Düsseldorf statt und lockte vom 9. bis 12. November mehr als 1.200 interessierte Besucher ins NRW-Forum. Der von CREATIVE.NRW mitgestaltete Fachtag Games + Wirtschaft thematisierte am 10. November in Kurzvorträgen und Diskussionen die Chancen und Herausforderungen der Games-Branche für Berufsanfänger.

Die Zukunft der digitalen Spiele in Kunst, Bildung und Wirtschaft stand während des gesamten Festivals im Fokus. Beim Fachtag Games + Wirtschaft diskutierten unter der Moderation von Stephan Reichart (Reichart Consulting) BranchenexpertInnen und VertreterInnen von erfolgreichen NRW-Unternehmen über Einstiegschancen, Kompetenzen und Frauen in der Games-Branche. Claudia Nussbauer (Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen), Uwe Kerkmann (Wirtschaftsförderung Düsseldorf) und Julia Köhn (Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes) betonten in der Begrüßungsrunde die Bedeutung der Games-Industrie für das Land NRW und die wichtigen Impulse, die die Games-Branche in anderen Branchen setzt.

Odile Limpach (Cologne Game Lab) gab mit ihrem Impulsvortrag unter dem Titel „Spielerisch zum Erfolg“ den Einstieg in den Tag. Die Professorin für Game Economics verdeutlichte die Vielfältigkeit der Branche an Hand von vielen verschiedenen Beispielen. So gebe es mehr als 50 verschiedene Berufsbezeichnungen, man arbeite meist in multikulturellen Teams, und die Branche sei immer an der Spitze der Technologie.

In dem ersten Panel zum Thema „Games at Work – Berufsfelder in der Games-Branche“ gaben Sonja Salomon von Ubisoft/Blue Byte, Martin Lorber von Electronic Arts und Andreas Suika von Daedalic Studio West einen Einblick in ihre Berufsfelder. Das Fazit der anschließenden Diskussion: Für den Einstieg in die Branche ist nicht zwingend eine formale Qualifikation notwendig, Leidenschaft für die Sache und Berufserfahrung seien letztlich wichtiger. Andreas Suika machte deutlich, dass die Förderung für die Ausbildung im eigenen Unternehmen verbessert werden muss, da sie bisher immer noch ein großes Risiko für die Firmen bedeutet. Generell rät er Berufseinsteigern jedoch eher zu einem Studium als zu einer Ausbildung. Auf dem akademischen Weg habe man mehr Möglichkeiten, frei zu experimentieren, und das sei für die Entwicklung der eigenen Kreativität von großer Bedeutung.