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Rückblick CREATIVE.Challenges

Strahlende Gewinner:innen, ein begeistertes Publikum und eine Menge wertvoller Impulse gab es bei den finalen Pitches und der Preisverleihung der CREATIVE.Challenges am vergangenen Donnerstag, dem 21. Juli 2022 zu erleben. Ein engagiertes Grußwort der neuen NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur eröffnete einen spannenden Abend für die zahlreichen Gäste aus der Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW im 1848 gegründeten Künstlerverein Malkasten. 
 

Fotos: Bozica Babic/Frau Babic Fotografie

Der Name steht für das Bild der Vielfalt, das sich im Farbspektrum eines Malkastens spiegelt. Untrennbar verbunden mit diesem Ort sind auch die Geburtsstunden der Demokratie in Deutschland: Am 6. August 1848 feierte die Düsseldorfer Bevölkerung das „Fest der deutschen Einheit“, das im Wesentlichen durch die Künstler:innen der Düsseldorfer Akademie gestaltet worden war. Aus ihrem Bestreben, innerhalb der Künstlerschaft ein gemeinsames kommunikatives Zentrum zu bilden, gründete sich der Malkasten.

Eine Referenz, die auch Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, zugleich stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, ihrem Grußwort voranstellte. Sie stimmte in freier Rede nicht nur auf den Abend selbst ein, sondern auch auf die großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen „Challenges“, die vor uns liegen. Dabei plädierte die Ministerin vor allem für die Kooperation mit den Kreativschaffenden, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern und neue Perspektiven zuzulassen: „In einer Zeit, die nach Kreativität ruft, erbringt die Kreativwirtschaft eine wichtige Leistung: Sie bringt frischen Wind in alte Denkmuster. Das können wir mehr denn je gebrauchen.“

Doch nun zu den Hauptakteur:innen des von Johannes Meyer moderierten Abends, den insgesamt sechs kreativen Teams, die sich am 3. März in Workshops den drei Fragestellungen in den Bereichen „Neue (Zusammen)Arbeit“, „Nachhaltigkeit & Urbane Produktion“ und „Stadtentwicklung“ gewidmet hatten und nun jeweils sieben Minuten Zeit hatten, ihre Ideen der jeweiligen Fachjury vorzustellen. 

Los ging’s mit dem Pitch zum Thema „Neue (Zusammen)Arbeit“ von Challenge-Geber 3M: „Wie können in einer hybriden Arbeitswelt ein vertrauensvolles Zusammengehörigkeitsgefühl („spirit of belonging“) und die gefühlte Nähe zueinander aufrechterhalten und die daraus erwachsende Innovationskraft von 3M gemäß ihres Purpose-Versprechens sichergestellt werden?“

Team A (Fabian Seibert, Stefan Reichmann, Philipp Frank, Lina Geitner, Julia Kleene, Rainer Kunst und Jan Bargfrede) ging mit dem Konzept „3M HERE – Tapetenwechsel für neuen Spirit“ ins Rennen. Die Idee: Dezentrale, temporäre Coworking Spaces, ein mobiler Coworking-Bus, ein Mitarbeiter:innen-Podcast und vieles mehr sollen die  Menschen wieder aus ihren Silos heraus und in einen vom Zufall geprägten Austausch kommen lassen.

Team B (Simone Philippen, Daniel Ullrich, Victoria Blechman, André Sedlaczek, Lisa Kunst und Stephan Hanf) konterten mit der Präsentation „Future Work Life Teamplay“. Unter dem Motto „Spiele bringen Menschen zusammen“ wurde ein Brettspiel entwickelt, um Partizipation, Selbstbestimmung und Wertschätzung auf Teamebene wieder zu stärken. And the winner was: Team A! 

Der Challenge zum Thema „Nachhaltigkeit & Urbane Produktion“, „Welche Räume, Akteur:innen und Prozesse brauchen Netzwerke und innovative Ideen für urbane Co-Produktion in der nachhaltigen Stadt der Zukunft?“, ausgegeben vom CREATIVE.Spaces-Netzwerk Die Urbanisten in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, widmete sich zunächst das Team von Maximilian Schmies, Margrit Miebach, Marc Röbbecke und Kai Rüsberg. 

Unter dem Titel „Empowering und Co-Creation in Stadtteilfabriken“ schlug das Team u.a. vor, Konsum und Produktion anders zu denken, neue Räume zu schaffen und dezentrale und kollaborative Netzwerke und daraus resultierende gemeinnützige Geschäftsmodelle zu entwickeln. 

Team B, bestehend aus Sascha Kullak, Katja Wickert, Hans Schiebener, Jonas Runthe, Christian Vetter und Konstantin Hehl, ging mit dem Konzept „Material & Kreislauf – Muster urbaner Produktion“ ins Rennen, welches das lokale Zusammenspiel von Räumen und lokalen Produkt-Kreisläufen, aber auch die Einbindung von Politik und anderen Netzwerken in diese Prozesse betonte. 

Sascha Kullaks empathischer und unterhaltsamer Vortrag muss die Jury letztlich überzeugt haben, denn sie entschied sich für Team B! 

Aller guten Dinge sind drei, und so gingen zwei weitere Teams in die Startblöcke, um sich der Challenge zum Thema „Stadtentwicklung“ zu stellen, die von der Stadt Gelsenkirchen in Kooperation mit urbanana ausgegeben worden war: „Wir suchen kreative Konzepte für multifunktionale Zukunftsorte, die einen Beitrag zur Attraktivität und Resilienz unserer Stadt leisten. Hierfür stellen wir zwei konkrete Immobilien in der Bochumer Straße zur Verfügung.“  

Das Team um Michael Quandt, Katinka Boekmann, Josef Spiegel, Sumin Kim, Sigrun Brunsiek und Sarah Rissel entwarf unter dem Titel „Multifunktionaler Zukunftsort 99 – Ein sozial, digital & künstlerisch belebter Raum“ ein neues hybrides Nutzungskonzept für ein ehemaliges Hotel aus der Gründerzeit: gemeinschaftliches Wohnen, Stipendien, Atelier- und Workshop-Räume, Raum für Gastronomie, Veranstaltungen und  Ausstellungen.  

Matthias Krentzek, Tobias Stroppel, Wolfgang Weber, David J. Becher, Klaus Ulaszewski und Svenja Noltemeyer gaben im letzten Pitch des Abends nochmal alles. Ihr Motto: „Lebensmittelpunkt“! Gewächshaus, Küchenlabor, Restaurant und Pilzfarm fügen sich zusammen zu einem vielseitigen Ort der Partizipation und nachhaltiger Kreisläufe. 

Zum ersten Mal an diesem Abend konnten sich die Expert:innen jedoch für keines der beiden Teams entscheiden. Somit teilen sich die zwei Teams mit ihren Konzepten zur innovativen Entwicklung von leerstehenden Immobilien den Preis von 5.000 Euro. 

Als besondere Zugabe und als Dankeschön erhielten am Ende alle teilnehmenden Teams zwei erlesene Flaschen Naturwein des Kölner Start-ups Frohnatur. Musikalisch eingeleitet von Paperhouse 28, einem gemeinsamen Projekt des Kölner Pianisten Gregor Schwellenbach mit dem DJ Najib „Ben*“ Belgacem, waren anschließend alle herzlich eingeladen zu intensivem Netzwerken. 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teams, Jury-Mitgliedern, Partner:innen und Unterstützer:innen der CREATIVE.Challenges und freuen uns auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr!

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