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Neue Kreativpilot:innen für eine bessere Welt

Zum dreizehnten Mal würdigt die Bundesregierung die innovativsten Unternehmer:innenpersönlichkeiten der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Unter den 32 Titelträger:innen der Kultur- und Kreativpilot:innen 2022 sind auch drei Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen. Allen ausgezeichneten Projekten gemeinsam ist das Ziel, Lösungen zu finden, die eine gesellschaftliche Transformation mit kreativer Kraft gestalten – und dabei unternehmerisch erfolgreich zu sein.

Aus NRW dürfen sich nun das Team der Artventure App aus Dortmund, die diskriminierungsfreie Job-Plattform DIVE aus Düsseldorf und das Musiklabel Ladies&Ladys aus Münster über ein individuell zugeschnittenes, einjähriges Mentoring-Programm freuen, das sie in ihrer unternehmerischen Entwicklung unterstützt, sowie über die Mitgliedschaft im Kreativpilot:innen-Netzwerk inotiv.

Mit Artventure will das Gründungsteam die Fülle an Kunst im öffentlichen Raum erlebbarer machen. Die App verzeichnet Kunstwerke auf einer Karte und liefert dazu Informationen und Bildmaterial. Auch ohne künstlerisches Fachwissen lässt sich Kunst so spielerisch erfahren, und verschiedene Routen liefern Hintergrundinformationen zu den lokalen Kunstwerken.

Die Gründer:innen von DIVE haben ein Bewerbungsverfahren entwickelt, das Jobanzeigen mit passenden Kandidat:innen matcht, ohne die demographischen Daten offenzulegen. Grundlage hierfür bilden ausschließlich Kompetenzen und Erfahrungen der Bewerber:innen. Die oft unterbewusste Voreingenommenheit von Personaler:innen wird dadurch minimiert, und objektiv gerechtere Einstellungsprozesse werden ermöglicht.

Mit dem Musiklabel Ladies&Ladys wollen die drei Gründerinnen gezielt unterrepräsentierte Künstler:innen vertreten. Denn alle großen Labels und Festivals der Musikindustrie sind auch heute noch männerdominiert, FLINTAs (Frauen, Lesben, intersexuelle, nicht-binäre, trans und agender Personen) und queere Personen kommen in Line-ups und Plattenverträgen sehr wenig vor. Als aktivistisches und gleichzeitig unternehmerisches Konterprogramm veranstalten sie deshalb das Cock am Ring Festival, bei dem ausschließlich FLINTAs und queere Acts auftreten.

Die Wirkungsorientierung der 32 Titelträger.innen ist Ausdruck eines Trends in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Das zeigt die Auswertung der 700 Bewerbungen in diesem Jahr, die das inotiv-Netzwerk gemeinsam mit den Zukunftsforscher:innen von Third Wave durchgeführt hat. Der „Report: Trends in der Kultur- und Kreativwirtschaft“ steht ab dem 6.12. auf der Webseite der Kultur- und Kreativpilot:innen Deutschland zum Download bereit, ebenso wie eine Broschüre mit ausführlichen Informationen zu allen Titelträger:innen.

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