Neuartiges Coworking-Projekt gestartet

Im Ruhrgebiet ist ein neuartiges, vom NRW-Wirtschaftsministerium gefördertes Coworking-Projekt gestartet: Im Rahmen von CoWin können Berufspendler*innen im Wissenschaftspark Gelsenkirchen und im Designhaus Marl neue Arbeitsplatzmodelle mit modernsten Virtual-Reality-Technologien testen.

Derzeitige Coworking-Angebote richten sich in erster Linie an Freelancer. Dabei gibt der Ausbau der Netzinfrastruktur und ihrer Leistungsfähigkeit für mobile Anwendungen auch und insbesondere Pendler*innen in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet die Möglichkeit, jederzeit und von überall zu arbeiten. Neue Technologien wie Virtual-Reality-Brillen erlauben es darüber hinaus, in virtuellen Teams zusammenzuarbeiten, und reduzieren dadurch den Bedarf der realen Anwesenheit am Arbeitsplatz.

Ziel des Modellprojekts CoWin sind VR-Arbeitsräume, in denen Unternehmen und ihre Beschäftigten verschiedene digitale Arbeitsformen im Realbetrieb erproben können. Dazu wurden beide Coworking Spaces mit der notwendigen Technologie ausgestattet. So könnte speziell für Berufspendler*innen eine Alternative zum Home Office und zur Arbeit am betrieblichen Standort entwickelt werden. In einer 27-monatigen Erprobung im laufenden Betrieb des Coworking-Modells sollen nun verschiedene Konzepte erprobt, evaluiert, weiterentwickelt und auf die tatsächlichen Bedarfe weiter angepasst werden. NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart betonte beim Start der Laborphase am 22. November 2018 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen: „Eine auf virtuelle Realität gestützte Arbeitsumgebung bietet Chancen für zahlreiche Berufsgruppen und Branchen, nicht nur für Kreative und Start-ups.“

Unternehmen aller Branchen, deren Beschäftigte in Marl oder Gelsenkirchen wohnen, können sich auch in der bereits begonnen Laborphase um eine Teilnahme am Modellprojekt bewerben. Die Dauer der Teilnahme am Forschungsprojekt ist individuell abstimmbar.

Das Projekt wird vom Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention (FIAP) e.V. in Gelsenkirchen wissenschaftlich geleitet. Das NRW-Wirtschaftsministerium fördert das Projekt im Rahmen der Initiative „Umbau 21 – Smart Region“.

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