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LiveKomm Event: Kultur-integrierte Stadtentwicklung

Wo kann Live-Musik in der Stadt künftig noch stattfinden? Im Rahmen des 15. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik am 14. September 2022 in Berlin nimmt die Live Musik Kommission e.V. (LiveKomm) das Thema „Urbane Resilienz und kultur-integrierte Stadtentwicklung für Musikspielstätten und Clubkultur“ in den Blickpunkt. Mit dabei sind auch kulturpolitische Akteur:innen aus NRW.  

Die Neue Leipzig-Charta propagiert die lebendige Stadt mit nutzungsgemischten Stadtquartieren, in der auch die Kulturwirtschaft ihre Räume finden soll. Musikclubs tragen einen bedeutenden Anteil zur Lebensqualität und Attraktivität – insbesondere für junge Menschen – bei. Doch wie lassen sich schallintensive Nutzungen realisieren, wenn das Ruhebedürfnis in der Nachbarschaft ausgeprägter werden? Ein noch intensiverer Austausch zwischen den Welten von Schallschutz, Stadtplanung, Verwaltung, Politik und bedrohter Kultur scheint unabdingbar.

Das Programm beginnt um 10:30 Uhr mit einer Einführung in die Thematik „Wo kann Live-Musik in der Stadt künftig noch stattfinden? – Urbane Resilienz und kultur-integrierte Stadtentwicklung für Musikspielstätten und Clubkultur“ durch Thore Debor (Clubkombinat Hamburg, LiveKomm). 

Anschließend stellt die Kölner Stabsstelle Kulturraummanagement ihre Ziele und den Stand ihrer Aktivitäten vor. Benjamin Thele, Leiter der Stabsstelle, berichtet, basierend auf der „Studie zur Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen in die Stadtplanung“, über die Ansätze der Stadt Köln für eine kultur-integrierende Stadtentwicklung. Über weitere Aspekte des Vorhabens informiert außerdem Barbara Förster, die Leiterin des Kulturamts Köln. 

Jörg Kosinski vom LiveKommbinat Leipzig e. V. referiert im Anschluss zum Thema „Das Leipziger Kulturkataster – ein Ansatz zur Abwendung von vermeidbaren Verlusten kultureller Orte?“ Die Stadt Leipzig hat in einer ersten Entwicklungsstufe ein Kataster für Kunst- und Kulturorte in Leipzig erarbeitet. Mit der Kenntnis der Ortslagen der Kunst- und Kulturorte im Stadtraum wird die Grundvoraussetzung geschaffen, neben der bloßen Darstellung mittelfristig eine vorbeugende und schützende Wirkung für alle Kulturorte auszuüben. Die Stadtverwaltung soll das Kataster insbesondere zur ämterübergreifenden Abstimmung von Prozessen der Stadtplanung und Kulturentwicklung einsetzen. Wichtigstes Ziel dabei ist, Standortkonflikte bei Bauvorhaben frühzeitig zu erkennen. 

In der abschließenden Diskussionsrunde: „Wie lassen sich auch in Zukunft schallintensive Orte in die Stadtentwicklung integrieren?“ sprechen Timo Munzinger (Deutscher Städtetag, Referat für Städtebau, Hochbau und Stadtentwicklung), Barbara Förster und Matthias Rauch (Next Mannheim) mit Moderator Thore Debor über die schwierige Gemengelage von Schallschutz, Wohnbebauung und Orten der Kultur.   

Ort: Station Berlin, Luckenwalder Straße 4 - 6

Uhrzeit: 10:30 – 13:00 Uhr 

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