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Creative Content und digitale Diskurse

Am 23. April 2020 startet CREATIVE.NRW in Kooperation mit der Initiative Urheberrecht eine Online-Diskursreihe zu den Chancen und Herausforderungen der EU-Urheberrechtsrichtlinie. Dabei werden verschiedene Positionen aus der Kreativ- und Digitalwirtschaft in den Austausch gebracht, um eine Annäherung zu erreichen und mögliche gemeinsame Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Als Sonderveranstaltung zum UNESCO Welttag des Buchs und des Urheberrechts beginnt die Reihe mit einem Digitalsymposium zunächst aus der Perspektive der kreativen Urheber*innen. Aus Anlass ihres zwanzigjährigen Bestehens gibt die Initiative Urheberrecht am 23. April um 17:00 Uhr einen aktuellen Lagebericht. Unter der Moderation von Milena Fessmann treffen sich der Sprecher der Initiative Urheberrecht Prof. Dr. Gerhard Pfennig, die Schriftstellerin und Präsidentin des European Writers Council (EWC) Nina George, der Komponist und Musikproduzent Dr. Anselm Kreuzer (Composers Club), Dr. Urban Pappi, Geschäftsführender Vorstand der VG Bild-Kunst, Hanna Möllers, Justiziarin des DJV, sowie der Filmkomponist Matthias Hornschuh (mediamusic e.V. | berufsverband medienmusik) im digitalen Raum.

Am 5. Mai um 17:00 Uhr beginnt dann eine Reihe an digitalen Schlagabtauschen zu den unterschiedlichen Aspekten der Richtlinie. Unter dem Titel „Das Ende! Nur von was? Die EU-Urheberrechtsrichtlinie und die mit ihr verbundenen Hoffnungen und Befürchtungen“ trifft Filmkomponist Matthias Hornschuh auf den Wirtschaftspublizisten und Blogger Gunnar Sohn, moderiert von der Rechtsanwältin Dr. Kerstin Bäcker. Die Reihe soll zunächst im Mai und Juni jeden ersten und dritten Dienstag im Monat stattfinden.

Die EU-Urheberrechtsrichtlinie wurde im April 2019 verabschiedet und muss nun in deutsches Recht umgesetzt werden. Die neuen Regeln führten schnell zu einer öffentlichen Auseinandersetzung und Lagerbildung zwischen verschiedenen Akteur*innen aus Digitalszene und Kultur- und Kreativwirtschaft sowie deren Institutionen. Um den Austausch zwischen digitalen und kreativen Stakeholder*innen zu fördern, hat CREATIVE.NRW bereits mehrere Diskussionsveranstaltungen und vernetzende Praxisformate wie Le Blockathon de la Musique zu Blockchain und Metadaten veranstaltet. 2020 verlagert die aktuelle Krise nicht nur alles ins Digitale, gleichermaßen ist das Digitale umso mehr im Kontext des Themas Urheberrecht und erweiterter Aspekte betroffen. Mit dem Format „Creative Content und digitale Diskurse“ will CREATIVE.NRW nun den Dialog im digitalen Raum weiterführen und Digital- und Kreativszene ebendort zusammenführen.

Die Veranstaltungen werden live auf Facebook, Twitter und dringeblieben.de übertragen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zum Video-Mitschnitt CCDD #0 vom 23.4.2020

Zum Video-Mitschnitt CCDD #1 vom 5.5.2020
 

Programm: Creative Content und digitale Diskurse

23. April 2020, 17-18:30 Uhr
UNESCO Welttag des Buchs und des Urheberrechts | Digitalsymposium der Initiative Urheberrecht

Mit Prof. Dr. Gerhard Pfennig (Rechtsanwalt und Sprecher der Initiative Urheberrecht), Nina George (Schriftstellerin und Präsidentin European Writers Council EWC), Dr. Anselm Kreuzer (Komponist und Musikproduzent, Vorstand Composers Club), Dr. Urban Pappi (Geschäftsführender Vorstand der VG Bild-Kunst), Hanna Möllers (Justiziarin Deutscher Journalistenverband DJV), Matthias Hornschuh (Komponist und Vorsitzender des Berufsverbands mediamusic), Mod. Milena Fessmann (Music Supervisor, Moderatorin, DJ und Gründerin Cinesong)

Aus Anlass ihres zwanzigjährigen Bestehens gibt die Initiative Urheberrecht am Welttag des Urheberrechts einen aktuellen Lagebericht.

5. Mai 2020, 17-18 Uhr
CCDD#1 | Das Ende! Nur von was? Die EU-Urheberrechtsrichtlinie und die mit ihr verbundenen Hoffnungen und Befürchtungen

Matthias Hornschuh (Filmkomponist und Vorsitzender des Berufsverbands mediamusic) im Gespräch mit Gunnar Sohn (Wirtschaftspublizist und Blogger), Mod. Dr. Kerstin Bäcker (Rechtsanwältin)

Ein Schutzrecht als Dystopie. Differenzierung und Erfahrungswissen als Ausweg?

19. Mai, 17-18h
CCDD#2 | Grenzenlos? Zwischen Kunstfreiheit und Meinungsfreiheit

Marina Weisband (Psychologin und Autorin) im Gespräch mit Reinher Karl (Rechtsanwalt , Beiler Karl Platzbecker & Partner), Mod. Thomas Riedel (Journalist, Digitale Leute)

Kunstfreiheit ohne Vergütungspflicht? Meinungsfreiheit ohne Grenzen? Zwei Expert*innen räumen auf.

2. Juni, 17-18h (tbc)
CCDD#3 | Dein Verwerter frisst dich auf
Über Ökosysteme, Symbiosen und Kannibalismus im Kulturmarkt.

16. Juni, 17-18h (tbc)
CCDD#4 | Holistische Perspektive: Das Fehlen einer ordnungspolitischen Zielvorstellung und dessen Folgen.
Warum Dinge, die man nicht zusammen denkt, selten in ein Bild passen – und was das für die Digitalpolitik bedeutet.
 

Mehr Informationen zu CCDD #2-#4

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