Brexit und die Folgen

Am 13. Februar 2019 findet der 6. Creative Industries Dialog im Dortmunder U statt. Unter dem Titel „Zukunft Kreativwirtschaft: Der Brexit und seine europäischen Folgen“ sollen u.a. die drängenden Fragen, die sich aus dem Brexit ergeben, mit einem internationalen Publikum und hochkarätigen Speaker*innen diskutiert werden.

Ob UNESCO-Weltbericht oder Monitoringbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Kreativwirtschaft: Relevanz und Potenzial der Kultur- und Kreativwirtschaft sind erkannt und belegt. Insbesondere die fortschreitende Digitalisierung bescherte der Kreativwirtschaft in den letzten fünf Jahren eine noch nie dagewesene Nachfrage und globale Reichweite. Der CID 2019 widmet sich der Frage, wie und wo die Kreativwirtschaft NRW in diesem globalen Wettbewerb heute und in zehn Jahren steht. Dabei wird insbesondere die Frage der (mangelnden) Internationalisierung in den Fokus genommen: Laut Monitoring-Bericht des BMWi lag der Exportanteil der Gesamtwirtschaft Deutschlands 2015 bei 20,2% des durchschnittlichen Branchenumsatzes, der der Kreativwirtschaft bei 3,8%. Der CID 2019 will deshalb die internationalen Rahmenbedingungen der Kreativwirtschaft auf die Tagesordnung setzen und ihre Chancen wie Risiken für die Betriebe vor Ort greifbarer und gestaltbarer machen – auch, aber nicht nur aus Anlass des Brexit. Denn die strukturelle Exportschwäche der Kreativwirtschaft verlangt nach unternehmerischen und politischen Strategien über den Brexit hinaus.

Die Grußworte zum CID sprechen Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt (Videobotschaft), und Ministerialdirigent Karl-Uwe Bütof, Abteilungsleiter für Innovation und Märkte des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. In den darauffolgenden Impulsen und Keynotes kommen unter anderem Prof. Dieter Gorny, Geschäftsführer des european centre for creative economy (ecce), und John Newbigin, Member of the UK Creative Industries Council & Chair of its Working Group on Regions, Cultural Ambassador for the Mayor of London, zu Wort. Die anschließende Paneldiskussion, besetzt mit Vertreter*innen aus den Branchen Design, Musik, Games, Architektur und IT, widmet sich der Frage, welche europäischen Folgen der Brexit mit sich bringen kann und welche Weichen die Kultur- und Kreativwirtschaft schon jetzt stellen sollte.

Der Creative Industries Dialog NRW wird veranstaltet vom european centre for creative economy (ecce) und gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. CREATIVE.NRW ist Partner.

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