3 Fragen an

Leonard Novy ist Mitglied der Institutsleitung am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik, eines Think Tanks mit Sitz in Köln. Nach Studium und Promotion in Berlin, Cambridge und Harvard war er zunächst in Journalismus und Stiftungswesen tätig. Er hält regelmäßig Vorträge und publiziert zu den Themen internationale Politik, politische Kommunikation, Medien und Journalismus, u.a. als Herausgeber des Mehrautoren-Blogs CARTA. Zuletzt erschienen die Monografie „Imagining the Future of Europe“ (Palgrave Macmillan) sowie die von ihm mitherausgegebenen Bände „Journalismus in der digitalen Moderne“ und „Transparency and Funding of Public Service Media – Die deutsche Debatte im internationalen Kontext“. Als Co-Kurator und Moderator unterstützt Leonard Novy die CREATIVE.NRW-Konferenz „Hidden Values – Mehr wert als Geld?“.

1. Ihr Geschäftskonzept in 140 Zeichen…

Das IfM versteht sich als Forschungs‐ und Beratungseinrichtung und als unabhängige Plattform für Debatten rund um die Zukunft von Medien und Öffentlichkeit – Themen also, die viel zu bedeutsam sind, um sie den ritualisierten Grabenkämpfen von Lobbygruppen und Medienpolitik zu überlassen. Gleichzeitig berate ich Politik und NGOs in Fragen der Strategieentwicklung und öffentlichen Kommunikation. Zu meinem persönlichen Geschäftskonzept, aber vor allem zu meiner Passion, gehört zudem, dass ich mich zu Themen, die mir wichtig sind, auch öffentlich zu Wort melde, sei es journalistisch oder auf Podien.

2. Um als Kreativer Erfolg zu haben, braucht man…

... Beharrlichkeit, die richtigen Ideen und die Fähigkeit, andere dafür zu begeistern. Wer kein schöpferisches Genie ist (und selbst die werden ja zu Lebzeiten oft verkannt), sollte sich noch ein paar Gedanken darüber machen, wie man damit in einem zusehends unübersichtlichen Umfeld durchdringt, ohne die eigenen Ideale zu kompromittieren.

3. Es könnte alles so einfach sein, wenn in NRW…

Einfach wäre langweilig. Aber wenn wir uns daran erinnern, dass das Kreativitätsskript Richard Floridas zu kurz greift, weil sich Innovation nicht planen und Kultur nicht nur in Kategorien von Standort und Wachstum fassen lässt, wäre schon was gewonnen. Positiv ausgedrückt: Stärken stärken und NRW zum Pionier für neue, unkonventionelle Formen der Förderung – und Vernetzung – von kreativen Freiräumen machen.

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