Minister Duin in Utopiastadt Wuppertal

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin besuchte am 25. Februar 2015 das im stillgelegten Bahnhof Wuppertal Mirke angesiedelte Projekt Utopiastadt – ein Labor, in dem Utopien, visionäre Ideen und gesellschaftliche Grundüberlegungen konkretisiert und realisiert werden.

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin besuchte am 25. Februar 2015 auf Initiative von CREATIVE.NRW das im stillgelegten Bahnhof Wuppertal Mirke angesiedelte Projekt Utopiastadt. In dem geschichtsträchtigen Gebäude entsteht derzeit ein lokal und gleichzeitig überregional ausstrahlendes Kultur- und Kreativquartier als Labor, in dem Utopien, visionäre Ideen und gesellschaftliche Grundüberlegungen konkretisiert und realisiert werden. 

Mit-Initiator und Kommunikationsdesigner Christian Hampe führte Duin und weitere Gäste, darunter Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institutes für Klima, Umwelt, Energie und CREATIVE.NRW-Clustermanager Christian Boros, durch den Bahnhof und stellte die verschiedenen Module von Utopiastadt vor – bestehende wie das FabLab und die Werkstatt, den Coworking Space und die Gastronomie Hutmacher sowie geplante wie ein Hostel und den Utopiastadt Campus, der auch das brachliegende Bahnhofsgelände umfassen soll. Unterstützt u.a. von der Wirtschaftsförderung Wuppertal und der Stadtsparkasse als Eigentümerin des Gebäudes, ist Utopiastadt nicht als übliches Zwischennutzungsprojekt aufgestellt, sondern als eine auf Dauer angelegte und primär von Inhalten getriebene Initiative.

Minister Duin zeigte sich in einer anschließenden Gesprächsrunde von der Ideenvielfalt beeindruckt und lobte, wie es den Aktivisten rund um Hampe gelingt, neben der Kultur- und Kreativwirtschaft ganz unterschiedliche Akteure aus Gesellschaft und Wirtschaft einzubinden, um neue Projekte zu entwickeln – von der Kreishandwerkerschaft über Schulen und soziale Institutionen bis hin zur Bergischen Universität Wuppertal und dem Wuppertal Institut. Neben der Frage „Wie wollen wir leben?“ müsse dabei aber auch immer die Frage „Wovon wollen wir leben?“ im Auge behalten werden.

Photos: Sven Pacher

Für Prof. Dr. Uwe Schneidewind ist Utopiastadt der kreative Nukleus eines Transformationsprozesses, der nicht nur für das Quartier und die Stadt Wuppertal von Bedeutung ist, sondern aus dem sich auch ein neues Wohlstandsmodell entwickeln könne – wodurch Wuppertal, eine Wiege der Industrialisierung, erneut eine führende Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung erringen könne.

Clustermanager Christian Boros regte an, dass sich Utopiastadt noch stärker mit Akteuren und Initiativen außerhalb Wuppertals vernetzen sollte, um auch überregional zu signalisieren, was in einer Stadt wie Wuppertal möglich ist. 

Die Teilnehmer der Gesprächsrunde waren sich einig, dass Projekte wie Utopiastadt eine Bereicherung für die Stadt Wuppertal und das Land NRW insgesamt sind, und sicherten den Initiatoren Unterstützung bei ihrem Vorhaben zu.

Utopiastadt ist auch eines der Projekte, das in der gemeinsam von CREATIVE.NRW und der Wirtschaftsförderung metropoleruhr herausgegebenen Publikation „Räume kreativ nutzen“ vorgestellt wird, die in Kürze erscheint.

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