Filme

 

Free Content als Köder

Seeder und Filesharing, BitTorrent und Streaming machen es möglich. Musik und Filme sind heutzutage bequem und günstig auf die beheimatete Festplatte geladen. 

Unter welchen Umständen gibt es legal gute Qualität im Netz für umsonst? Wann zahlen die Nutzer für guten Inhalt? Ist also alles nur eine Frage des Marketing? 

» Video ansehen

 

Tallinn: Kreativwirtschaft auf der Agenda

Auch für Tallinn gilt es nun die Errungenschaften des Kulturhauptstadtjahres in eine nachhaltige Zukunftsperspektive umzusetzen. Eine große internationale Konferenz zum Thema Kreativwirtschaft und Unternehmertum nimmt eine neue Agenda für Städte weltweit ins Visier.

Drei Tage lang trafen sich Experten aus aller Welt, um an einem konkreten Programm für kreatives Unternehmertum und Perspektiven für die Kreativwirtschaft in einem 25 Punkte umfassenden Programm zu erarbeiten und festzuhalten.

An der Praxis orientiert

Man hatte sich einiges vorgenommen: Alte Methoden und Gewohnheiten sollten auf den Prüfstand gestellt, und neue Wege und Ideen vorgestellt werden. Wie Ragnar Siil, stellvertretender Generalsekretär für Bildende Künste betont, war das Ziel ein wirklich konkretes und spezifisches Programm zu erstellen, an der Praxis der kreativen Unternehmen und Unternehmer orientiert.

Die vom internationalen Kreativwirtschafts-Experten Tom Fleming geleitete Konferenz legte den Fokus auf fünf – sogenannte – work streams: „Creative Talent“, „The Creative Economy“, „Creative Infrastructure for a New Age“, „Creative Cities and Regions“ und „Creative Leadership“.

Mehr zur Konferenz und Creative Estonia

» Video ansehen

 

u_do 2011 - Die Finalisten

Wenn am 20. Oktober 2011 im Rahmen der Jahrestagung Kultur- und Kreativwirtschaft Ruhr zum dritten Mal der Preis für junge Kreative aus dem Ruhrgebiet vergeben wird, können sich fünf Unternehmer Hoffnung auf das Preisgeld machen.

Kulturloge Ruhr
http://www.kulturloge-ruhr.de/

Natali Pilic/Das bisschen bunt
http://free-radicals.net/

Frauke Sahlender & Christian Bahr/Der Über-Laden & Oma lebt weiter
http://www.der-punky.de/

Geschichtsmanufaktur
http://www.geschichtsmanufaktur.com

Jiri Katter
http://www.katter.de/

Im Vorstellungsvideo im Player präsentieren die Bewerber sich und ihre Ideen.

Auf der Jahrestagung der Kultur- und Kreativwirtschaft Ruhr (kreativ.wirtschaften) am 20. Oktober 2011 im Dortmunder U haben sie die Möglichkeit die Jury in sieben-minütigen Beiträgen präsentieren (5x7!) zu überzeugen..

Prof. Gorny, Direktor von ecce, wird anschließend den Gewinner bekannt geben, der ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro (gestiftet von Kölbl Kruse) erhalten wird.

Die Mitglieder der Jury
01. Stephan Reichart, Aruba Events GmbH
02. Christian Eggert, Da Capo – Kultur offensiv
03. Till Hoppe, panUrama GmbH
04. Claudia Jericho, cologne on pop GmbH
05. Barbara Wendling, Agentur Barbara Wendling GmbH
06. Adolf Winkelmann, Winkelmann Filmproduktion GmbH
07. Thomas Westphal, Wirtschaftsförderung metropoleruhr
08. Halil Özet, Medien-Bunker Marxloh
09. Frederik Hümmeke, Business Angels Agentur Ruhr e.V.
10. Bernd Fesel, european centre for creative economy

Aktualisierung: 18:20 Uhr: Der u_do 2011 geht an Natali Pilic mit ihren freien Radikalen.
http://free-radicals.net/

» Video ansehen

 

Die Open Data Bewegung auf der PICNIC

Auf dem gerade vergangenen PICNIC Festival in Amsterdam wurde Open Data zu einem Hauptthema. Die Stadt Amsterdam hat sich von der Hacker Community überzeugen lassen, öffentliche Daten frei zu geben. Zum praktischen Nutzen der Bürger und Besucher.

Die Open Data Bewegung zeigt, was Hacker und Entwickler aus dem Gebrauch der öffentlichen Daten einer Stadt generieren können. Unter Einbeziehung von Verkehrsdaten etwa, wurde eine Computer Anwendung entwickelt, die Autofahrern einen CO2-Emissions- und Parkgebührenrechner zur Verfügung stellt. Damit entscheidet der Autofahrer zu Hause, ob sich die Fahrt in die Stadt mit dem Auto rechnet oder die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs lohnt.

Noch ist die Angst vor schwarzen Schafen, die aus öffentlichen Datensätzen Profit schlagen wollen groß. Doch das Argument der Kreativen Digitaltechniker schlägt die Angst der städtischen Verwaltungen und Bürger. „Gibt uns Daten und wir machen gute Sachen draus“, sagt Klaas Speller, COO bei Appsterdam. Ohne die Daten können wir nicht kreativ sein und auf neue spezifische Lösungen des urbanen Zusammenlebens kommen.

Die Stadt als Interface

Die Stadt weiß viel, aber warum sollte sie dem Suchenden die einbeziehende Nutzung von Daten verwehren? Kameras im öffentlichen Raum und GPS-Tagging via Handy wären zusammen in der Lage, mir den eben absolvierten Spaziergang nochmal zu zeigen. Warum eigentlich nicht?

Christian Kreienkamp vom Bochumer Label Fake Ups ist sich sicher: „Open Data ist die Zukunft.“

» Video ansehen

 

PICNIC Festival 2011: keine Konferenz wie jede andere

Gerade ging in Amsterdam das PICNIC Festival zu Ende. Die europäische Leitmesse für Kreativwirtschaft setzte 2011 mit einer Pop Up City auf volles Risiko und wurde satt belohnt. Der begeisternde Esprit und kreative Charme der Gründerjahre ist wieder da. An drei Tagen kamen über 5000 Besucher aus der ganzen Welt.

Kitty Leering, Programmdirektorin PICNIC 2011 Kitty Leering, Programmdirektorin PICNIC 2011 Ein altes Containerbrachland in Amsterdams Hafen bot den unwirtlichen Grund für die alternative Messestadt des Festivals. Das Prinzip des Ausgesetzt-Seins wurde drei Tage lang erfolgreich mit dem Leitthema Zukunft der Städte verbunden.

Über 70 Prozent der Menschen werden in zehn bis fünfzehn Jahren in einer Stadt leben. Dafür wurden hier ganz neue Strategien des urbanen Zusammenlebens vorgestellt und diskutiert. Rund 170 Redner kamen zu Wort und 140 Workshops wurden abgehalten.

Globe 4D von Rick Companje Globe 4D von Rick Companje Wo sonst Container verwaisen, hat die PICNIC über Nacht ihre Panels und Foren untergebracht. In Containern, in Gewächshäusern, Jumbozelten, auf Schiffen und natürlich unter freiem Himmel wurde präsentiert und diskutiert, ausgetauscht und verhandelt. In spielerischer Art und Weise präsentierten sich 85 Kreativunternehmer auf dem MARKETPLACE, wo sie auf ideensuchende Unternehmer aus der freien Wirtschaft trafen.

Besucher der PICNIC 2011 auf Container Besucher der PICNIC 2011 auf Container Kreativ sein und Kreativität erleben sind integrale Bestandteile dieser alternativen Konferenz und Messe. Filmemacher und App Entwickler Victor van Doorn: „Eine Geschäftskonferenz, die wie ein Musikfestival rüberkommt.“

 

» Video ansehen

 

Zechenkind schneidert historische Unikate

Das Dortmunder Label Zechenkind stellt Taschen und Accessoires aus alter Bergmannskleidung her, die voll im Trend liegen und dabei mühelos Ruhrgebietsgeschichte schreiben und transportieren.

Taschen, Schlüsselbänder, Messenger Bags, Portemonnaies, Laptop- und Smartphonehüllen aus gebrauchten Materialien sind eigentlich nichts Neues mehr. Doch Zechenkind beweist gerade das Gegenteil. Der Clou ist das verwendete Material: Aus alter Bergmannskluft sind hier die nützlichen Unikate für den Alltag geschneidert. Bodenständig handfeste Untertage-Klammotten aus dem Pütt werden bei Zechenkind gereinigt und zu neuen Produkten vernäht. In jedem Teil von Zechenkind zeigt sich unweigerlich ein Stück Ruhrgebietsvergangenheit im hellichten Alltag des Besitzers.

Tasche des Labels Zechenkind Tasche des Labels Zechenkind Neben dem Onlineshop vertreibt Zechenkind seine Produkte in ausgewählten Läden der Metropolregion Ruhr und expandiert gerade mit einem Shop nach New York.

Zechenkind ist einer von fünf Gewinnern unseres Wettbewerbs „Pitch for PICNIC“. Damit sind sie vom 14. – 16. September nicht nur auf der weltweiten Leitmesse für Kreativwirtschaft PICNIC vertreten. Zusätzlich räumt ihnen die Konferenz in Amsterdam auch die exklusive Möglichkeit einer zwölfminütigen Pitchpräsentation der Produkte vor internationalem Fachpublikum ein.

» Video ansehen

 

Why are you creative? Interview mit Herbert Grönemeyer

"Why are you creative?" präsentiert die Inspiration und Motivation der kreativsten Menschen der Welt, die in den verschiedensten Disziplinen wie Kunst, Design, Architektur, Film, Literatur, Fotografie, Mode, Musik, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Religion schöpferisch tätig sind, und stellt sie der Kreativität eines jeden Einzelnen gegenüber.

Hermann Vaske war weltweit unterwegs, um die Gründe kreativen Schaffens zu erforschen: Von Jim Jarmusch bis Roman Polanski, von Michail Gorbatschow bis Nelson Mandela, von Helmut Newton bis Herbert Grönemeyer, von Bono bis David Bowie,von Salman Rushdie bis Günter Grass, von Christoph Schlingensief bis Vivienne Westwood,von Stephen Hawking bis zum Dalai Lama.

Sie alle haben zu der Frage "Why are you creative? Warum sind Sie kreativ?" ihre ganz persönliche Antwort gegeben, die im 2010LAB.tv präsentiert werden - hier ist es Herbert Grönemeyer der der auf die Frage antwortet.

» Video ansehen

 

STAAT UND DIGITALE KULTUR: REMIX CULTURE UND URHEBERRECHT

Wie entsteht heute Kunst und wie wird das entlohnt? Auf dem 6. Kulturpolitischen Bundeskongress netz.macht.kultur wurde viel über das Urheberrecht im global vernetzten digitalen Zeitalter gesprochen.

Einerseits hat der Staat die mächtige Entwicklung der digitalen Kreativwerkzeuge im Bund mit den sozialen Netzwerken hin zu einer ausgewachsenen Form der kulturellen Kommunikation regelrecht verpennt. Andererseits schreit er nach einer dringenden Verschärfung des Urheberrechts, das dem permanent ausgebeuteten Künstler und Kreativen wieder seine Existenz sichern soll.

Der Politik scheint das, was Remix Culture schon lange ist, sehr fremd. Das gesellschaftliche Verständnis von Kreativität und Kultur verwässert. Rechtsanwalt Dr. Till Kreutzer von iRights.info rückt das wieder zurecht: „Kreativität oder kulturelles Umfeld ist nicht Creative Industries!“ Im Interview gibt er zusammen mit Dr. Inke Arns, künstlerische Leiterin des HMKV Dortmund, einen äußerst nützlichen Blick über die gesamte Debatte und ordnet u.a. Begriffe wie Urheberrecht und Urhebervertragsrecht oder Produzent und Nutzer in ihre tatsächlichen Zugehörigkeiten.

Wer blickt da noch durch?

Einzig und allein die großen Labels der Unterhaltungsindustrie sind im Ansatz dazu in der Lage, die digitalen Ströme der Kreativität nachzuvollziehen, wenn es dabei für sie um viel Geld geht. Das weiß auch Musikproduzent Prof. Tim Renner, Gründer von motor.de, der zu Recht auf den langen Atem der reichen Verwertungsindustrie hinweist.

» Video ansehen

 

STARTNEXT PITCH-VIDEO AWARD 2011: DIE REALITÄT DES CROWDFUNDING

Seit vergangenen Herbst gibt es die Crowdfunding Plattform Startnext in Deutschland. Jetzt wurde zum ersten Mal der Startnext Award bestes Crowdfunding Video 2011 ausgelobt. Dotiert ist dieser Preis mit € 1.000 aus dem Crowdfonds von Startnext selbst.

Ein Pitch-Video erstellt man, um sein förderungshungriges Projekt in der Welt der digitalen sozialen Netzwerke griffig und charmant vorzustellen und zu bewerben. Der erste Preis für ein solches Video auf Startnext ging nun an das bei Startnext erfolgreich finanzierte Berliner Projekt 1. International Comedy Film Festival (ICOFF), gefolgt von zwei ebenfalls erfolgreich finanzierten Unternehmungen aus der Populärmusikstadt Mannheim: marie & the redCAT und Projekt E.

Selbstvermarktung in Zeiten des Crowdfunding

2010LAB.tv schaute sich bei dem Titelträger ICOFF und dem dritten der Runde, Projekt E um. ICOFF unterhält schon länger das Format Die Komische Filmnacht und verfolgt nun die Realisierung eines Filmfestivals ausschließlich für gute Komödien. Projekt E wird ein Dokumentarfilm über Musik und Erfolg innerhalb der Mannheimer Musikszene werden. Neben den äußerst selbstbewussten Eigenbeschreibungen ihrer Projekte gaben die Gewinner uns auch interessante praktische Einblicke und kritische Einschätzungen zum Crowdfunding preis. Christina Stihler vom Projekt E: „Ich dachte, wir machen ein gutes Video und dann läuft das. Das ist aber nicht so.“

» Video ansehen

 

Aufgenommen und abgemischt Episode 03 / Schwermetall - globaler Export

Heavy Metal und das Ruhrgebiet - bedarf es da wirklich großer Erklärung? Warum es seit den 80er Jahren eine der Metal-Hochburgen Europas ist, warum Iron Maiden ausgerechnet das Konzert vom 24.11.2003 in der Dortmunder Westfalenhalle auswählten, um es als Live-Dokument zu veröffentlichen, warum auch junge Bands aus Hattingen auch heute noch erfolgreich durch die USA touren können? Opel, Karstadt und Bergbau mögen verschwinden - doch Metal aus dem Ruhrgebiet bleibt Exportschlager!

Rock Hard (Dortmund) und Drakkar Entertainment (Witten)

Es ist noch keine zehn Uhr morgens. In der imposanten Wittener Villa, Sitz von Drakkar Entertainment, wird erst einmal eine Runde Kaffee gereicht. Mit seinem offenen Jeep fährt Bogdan „Boggi“ Kopec vor und begrüßt uns entspannt. Während wir unsere Kameras und weiteres Equipment aufbauen und Kopec Post und E-Mails checkt, trifft auch Rock Hard-Chefredakteur Götz Kühnemund aus Dortmund ein.
Seit fast drei Jahrzehnten ist das Magazin Rock Hard das Sprachrohr der Metalszene. Der unabhängige Dortmunder Verlag produziert für die Leser die „Bibel des Metal“. Doch gepredigt wird hier nicht, vielmehr wird auf Augenhöhe mit den Fans kommuniziert. Das mittelständische Unternehmen mit Lizenz-Abnehmern in Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland und Brasilien verkauft deutschlandweit rund 40.000 Exemplare pro Monat. Außerdem wird jährlich ein eigenes Festival im Gelsenkirchener Amphitheater veranstaltet. Götz Kühnemund schildert, warum Konzerte in der Zeche Bochum schon Mitte der 80er Jahre zum Pflichtprogramm gehörten.

Bogdan Kopec wurde 1951 geboren. Nach absolvierter Lehre als Automechaniker, legte er schon Ende der 60er Jahre den Grundstein für eine Zukunft im Musik-Business. Durch Platten von Motörhead, Van Halen und Accept entdeckte er schließlich den Metal für sich. Seine 1981 gegründete Firma, Kopec Musikverlag wurde 1986 zu Drakkar Promotion. Der Pionier wollte sich mit seinem Verlag in vielfältiger und fairer Weise um seine Bands kümmern, war gleichzeitig für Management, Merchandise und Tour-Booking verantwortlich. Ein Konzept, das heute selbst die Branchenriesen als „360-Grad-Konzept“ für viele Akteure aus dem Entertainment-Bereich umsetzen. Bands wie Kreator, Rage oder Risk waren die ersten im Hause Drakkar, zwei Dekaden später landeten die von Kopec entdeckten Lordi als erste Heavy Metal Band beim Eurovision Song Contest auf dem ersten Platz. Auch die Megaseller Nightwish aus Finnland unterzeichneten ihren ersten großen Vertrag beim Wittener Label. Boggi plaudert vor der Kamera aus dem Nähkästchen und weiß, dass sich zahlreiche Rädchen drehen und ineinander greifen müssen, damit sich der Erfolg einer Band einstellen kann.

Kreator und Japanische Kampfhörspiele (Essen)

Das Wetter hält, Mille bringt auf einem Tablett Säfte und Wasser in seinen Garten. Am Tisch hat es sich Christof bereits bequem gemacht. Thrash-Metal-Legende trifft Grindcore-Spezialist. Man kennt sich, man schätzt sich. Heute wollen wir die beiden Charakterköpfe zusammenbringen. Thema: Lernen aus der Praxis.
Kreator blicken auf eine über 25-jährige Bandgeschichte zurück. Für Fans und Liebhaber im In- und Ausland sind die Essener um Mastermind Miland „Mille“ Petrozza die Thrash-Metal-Band schlechthin. In den 80ern erlangten sie, u.a. mit der TV-Dokumentation „Thrash Altenessen“ Kultstatus. Das aktuelle Album, „Hordes Of Chaos“  überzeugte Fans und Kritiker, sogar der Spiegel sprach von einer Produktion, „die man nur als perfekt bezeichnen kann.“
Petrozza schreibt seine Texte in englischer Sprache, bewundert vor unserer Kamera aber die Fähigkeit seines Gesprächspartners Christof Kather, der mit seiner Band Japanische Kampfhörspiele Lyrics auf Deutsch umsetzt. Der kombiniert brachialen, unmenschlichen Grindcore mit Cut-Ups aus gegrunzten Textfragmenten, Collagen und Slogans. Zielscheibe: Die Irrwege der modernen Konsum- und Mediengesellschaft. Mit dem Coveralbum „Deutschland von vorne“  interpretierten sie Texte von Bands wie Die Goldene Zitronen, Trio oder Tocotronic. Schlagzeuger, Texter und Band-Mastermind Kather erklärt in Milles Garten seine Sicht auf die heutige Entwicklung im Metal.

Caliban (Hattingen) und Century Media (Dortmund)

Bilderbuchwetter, Bilderbuchstädtchen - und das im Ruhrgebiet? Noch etwas verschlafen trudeln die Mitglieder von Caliban nacheinander an der Birschel-Mühle ein, die direkt an der Ruhr liegt. Mittlerweile leben sie verstreut, Sänger Andy und Gitarrist Marco sind nach Essen gezogen. Die ersten Schritte als Schülerband wurden aber 1997 in ihrer Heimatstadt Hattingen ausgeübt.
Caliban stehen für ursprüngliche, brachiale und vor allem kraftvolle Musik zwischen Hardcore und Metal, eine junge Spielart namens Metalcore. Neben Heaven Shall Burn aus Thüringen gehören sie zur Speerspitze der Szene. Ihr aktuelles Album „Say Hello To Tragedy“ wurde im April 2009 veröffentlicht und landete in den deutschen Media-Control Charts auf Platz 36. Einige Tage nach unserem Treffen macht sich die Band erneut auf große Reise - wieder einmal steht eine ausgiebige US-Tour an.
Die Plattenfirma von Caliban liegt nur einen Steinwurf von Hattingen entfernt: Century Media. Das Label wurde 1988 von Robert Kampf in Dortmund als klassisches Independent-Label gegründet, da er nach dem Vorbild britischer Punk- und Grindcore-Bands seine eigene Band Despair ohne Kompromisse selbst vermarkten wollte. Inzwischen gehört Century Media weltweit zu den bekanntesten Plattenfirmen im Metal-Bereich, und wird seit 2005 weltweit vom Majorlabel EMI vertrieben.   Niederlassungen und Außenbüros gibt es in den USA, Brasilien und Australien, sowie in fast jedem europäischen Land. Paradise Lost oder Napalm Death aus Großbritannien sind nur zwei  bekannte Namen in der Label-Geschichte, die fast 1.300 Veröffentlichungen von über 400 Bands vorzuweisen hat. Jens Prüter, der für die im Dortmunder Hafen ansässige Firma als Head Of A&R arbeitet, gibt vom Firmendach einen sympathischen Einblick in die außergewöhnliche Heavy-Metal-Kultur.

Text: Jens Mayer und Peter Hesse

„Das Ruhrgebiet - aufgenommen und abgemischt“ - Eine Episodenreihe von Jens Mayer, Jörg Stiepermann und Peter Hesse über Musik, Menschen und Ruhrgebiet.

Die nächste Episode, „Hochkultur im Stahlkorsett“ mit Hajo Sommers, der Ruhrtriennale, Karsten Riedel und Iggy Pop demnächst online auf 2010LAB.tv

» Video ansehen

 

FELDSTÄRKE INTERNATIONAL - Kann Kultur Wandel bringen?

Welche Funktion sollte Kunst haben? Ist sie politische Intervention oder allein Ausdruck des Innenlebens eines Künstlers? Welche Rolle spielt Kunst in einem gesellschaftlichen Kontext? Die Teilnehmer des AGORA 2010/FELDSTÄRKE INTERNATIONAL beantworteten die Fragen von 2010LAB.

Ende Januar war PACT Zollverein eine Woche lang Gastgeber für AGORA 2010/FELDSTÄRKE INTERNATIONAL. 44 Studierende aus Deutschland, Los Angeles, Paris und Istanbul haben in einer transdisziplinären Zusammenarbeit verschiedenste Projekte zu gesellschaftlichen, urbanen und künstlerischen Fragestellungen entworfen und präsentiert.

Der Austausch findet im Laufe des Jahres mit zwei weiteren Stationen in Paris und Istanbul seine Fortsetzung und will ein nachhaltiges Netzwerk zwischen Künstlern, Bildungsinstitutionen und Veranstaltern schaffen.

Wir stellten Ihnen die Frage inwieweit Kultur einen Wandel bringen kann.

Ein Bericht von der AGORA 2010/Feldstärke International des tanzplan essen 2010, in Zusammenarbeit mit PACT Zollverein, Essen und CENTQUATRE, Paris

» Video ansehen

 

Allen J. Scott – Cognitive Cultural Capitalism

2010Lab.tv traf Allen J. Scott auf dem Forum D´Avignon 2010. Der Professor am Department of Geography and Public Policy an der University of California stellt seine Vision einer neuen Art von Gesellschaft vor.

Die neuen Technologien digitaler Prägung haben das industrielle Zeitalter der Massenproduktion mit seiner mechanischen Wirtschaft abgelöst. Über die Hälfte aller Arbeitskräfte in den größten kapitalistischen Ländern sind heutzutage in geistig kreativen und kulturellen Formen der Arbeit eingebunden. Neben Hochtechnologie, Industrie und Dienstleistungen wird die Kultur zur vierten Säule der Wirtschaft.

Neue Formen der Produktion, neue Arbeitsweisen rund um neue Produkte führen schließlich zu einer neuen Gesellschaft, dem Cognitive-Cultural Capitalism.

Entwicklung von unten – Kultur gedeihen lassen

Dabei geht es nicht um das Installieren von Leuchtturmprojekten, sondern um Einflussname auf den lokalen ökonomischen Entwicklungsprozess von unten. Geht die Gesellschaft bewusster und politischer mit der Kultur um, die sie konsumiert, kann sich das menschliche Bewusstsein dahingehend nachhaltig verändern. Kreativität ist darin kein abstraktes etwas, sondern konstitutioneller Part.

» Video ansehen

 

ARTE CREATIVE - vom intellektuellen TV zum digitalen Mitmischen

Jeder kennt den französisch-deutschen Sender Arte. Und jeder denkt dabei an kreative TV-Formate, gute Reportagen und brillante Bilder. Arte hat hohe Standards gesetzt. Aber wer hat heute neben Facebook, Twitter und Myspace noch Zeit für das Fernsehen?

Zeitgenössische Kultur

Das Internet stellt mit seinen vielfältigen Möglichkeiten zur digitalen Präsentation des Selbst und zur direkten Interaktion mit anderen mittlerweile selbst Arte in ein biederes Licht. Zeit für etwas Neues? Jetzt antwortet Arte auf den medialen Strukturwandel und will direkt mitmischen beim Entwickeln neuer kreativer Formate. Auf der Transmediale.11 traf sich der Arte Creative Projektmanager Alain Bieber mit 2010LAB. Alan Bieber zeigt wie Arte Creative werden will, Nutzer und Künstler an sich binden möchte und dabei stets am Puls der Zeit bleiben soll.

Bleibt Arte selbst das Original?

Mit Arte Creative ist eine Seite, Plattform und Kunstinitiative entstanden, die viel mehr als nur eine digital aufbereitete Programmzeitschrift bietet. Arte verpflichtet sich damit zur Entwicklung kreativer Formate und gibt ein Plädoyer für die Creative Commons ab. Nach dem Berliner Transmediale Launch der neuen Webpräsenz in der Betaversion gibt es am kommenden Mittwoch die zweite Arte Creative Pressekonferenz in Paris. Wir sind gespannt.

» Video ansehen

 

Elba-Hallen in Wuppertal – Einzug der Kunst

Die Familie Küpper gibt in Wuppertal einem ganzen Quartier ein neues und lebendiges Gesicht.

In Wuppertal, einer Stadt, die seit Jahren durch ihre desolate Haushaltslage Schlagzeilen macht und der immer mehr Menschen den Rücken kehren, kauft ein Investor ganze Häuserviertel. Heruntergekommen, marode, sanierungsbedürftig. Sein Trumpf: Kunst und Kultur. Durch sie wertet Bodo Küpper seine Viertel auf, bringt sie ins Gespräch, verpasst ihnen ein positives Image. Um eine gemeinsame Identität der Bewohner zu stärken. Tausende Quadratmeter Industriefläche stehen in den Elba-Hallen, wo früher die bekannten Büroordner produziert wurden, leer. Und auch die gehören bereits der Familie Küpper. Veranstaltungen wie das Kunst-Cluster Wuppertal, das Festival von Shakespeare live! und das Sommerloch, die Küpper in seinen Immobilien inszenieren lässt, rücken das Viertel immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Kultur und Wirtschaft – für Bodo Küpper gehören sie fest zusammen.

» Video ansehen

 

Gibt es das Kreativitäts-Gen? Cristiana Falcone auf der C´n´B

Cristiana Falcone wird wissen wovon sie spricht, schliesslich wurde die Kreativität der studierten Politikwissenschaftlerin mit einem Masterabschluss in Humanitarian Assistance in diversen Tätigkeiten auf die Probe gestellt. Als Journalistin für den italienischen Fernsehsender RAI, PR- und Öffentlichkeitsvertreterin für Shell und die International Labor Organisation und in ihrer jetzigen Tätigkeit als Leiterin der Bereiche Medien, Entertainment und Information Community beim Weltwirtschaftsforum (WEF) konnte sie jahrelang wertvolle Erfahrungen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Medien sammeln.

» Video ansehen

 

Roman Polanski - Why are you creative?

Roman Polanski glaubt nicht, dass Kreativität zwingend an Spiritualität geknüpft ist. Die Quelle seiner Kreativität ist Inspiration, von ihrem Wesen vielfältig und oft nicht zu ergründen. Deshalb hinterlässt Roman Polanski ein großes Fragezeichen, als er nach dem Grund seiner Kreativität gefragt wird. Es scheint für ihn auch ohne zu laufen, denn beim europäischen Filmpreis war sein Film "The Ghostwriter" der große Gewinner.

» Video ansehen

 

EMSCHERKUNST.2010 – Zwischenbilanz von Kurator Florian Matzner

Florian Matzner ist Kunstkritiker und Kurator von EMSCHERKUNST.2010, dem Großprojekt der Kulturhauptstadt.Im Frühjahr hat er pünktlich zur Eröffnung der mit Kunst bespielten Fläche entlang der Emscher, einen Zwischenbericht zum dortigen Wandel abgegeben. In diesem Beitrag skizziert Matzner die Idee, die hinter den ambitionierten Renaturierungs- und Umgestaltungsanstrengungen steht, erklärt, wer an dem Transformationsprozess beteiligt ist und was er sich insgesamt von EMSCHERKUNST.2010 verspricht. 

» Video ansehen

 

Ruhr2010 - Wandel durch Kritik

Das moers festival wird von vier auf drei Tage reduziert. Im Fall von Reiner Michalke, künstlerischer Leiter des Festivals, bedeutet das dennoch, dass er alles richtig gemacht hat. 

Die niederländische Internetseite enzo schreibt: „Bekam er seinerzeit die nicht einfache Aufgabe in die Fußstapfen seines Vorgängers Burkhard Hennen zu treten, meisterte er dies mit nötigem Bravour und Begeisterung.“ Auch vom Kölner Stadtanzeiger erntet Reiner Michaelke nur Lob. „Angenommen, das 39. Festival wäre sein letztes gewesen, dann hätte sich Michalke keinen besseren Abgang verschaffen können.“

Doch wie steht es mit den Kulturschaffenden? Haben auch sie alles richtig gemacht? 2010LAB.tv fragt bei Reiner Michalke, Jan Ehlen vom „Shiny toys Festival“ und den Zuständigen vom „Grubenklang Orchester“ nach. Jan Ehlen sieht das eher kritisch. Beim Punkt Nachhaltigkeit kann er nur lachen.

» Video ansehen

 

Jahrestagung KuK-Wirtschaft

2. Jahrestagung der Kultur- und Kreativwirtschaft - Wie sieht die Zukunft der Marke Ruhr aus?

Die Börsenweisheit „Hin und Her macht die Taschen leer“ ist die beste Zusammenfassung für die Markenentwicklung des Ruhrgebiets. Der aktuelle Markenname "RUHR.2010" hat Millionen an Werbebudget gekostet und ist in diesem Jahr tatsächlich in aller Munde. Doch wird er auch 2011 bestehen bleiben? Oder erwartet ihn, wie auch seine Vorgänger „Ruhr2000“, „Der Pott kocht“ und „Ruhr hoch N“ der Markenfriedhof?

» Video ansehen

 

Was hemmt Kreativität?

Jeder kennt diesen Augenblick. Man braucht eine zündende Idee, doch im Kopf herrscht absolute Leere. Die Blockade kann einem in jeden Lebens- und Arbeitsbereich heimtükisch erwischen.

» Video ansehen

 

Was fördert Kreativität?

Kreative Menschen inspirieren uns und geben Denkanstöße. Firmen, die Kreativität zulassen, vereinfachen Arbeitsprozesse und bremsen die Mitarbeiter nicht durch Bürokratie. Doch woran liegt es, dass Kreativität entweder freigesetzt oder gehemmt wird?

» Video ansehen

 

The Culture of Creativity – frische Gedanken für die Orte der Kreativität

The Culture of Creativity ist eine Zusammenfassung von Interviews, die 2010LAB.TV mit Akteuren und Entscheidern aus der Kreativwirtschaft, wie Richard Florida, Charles Landry und Edward de Bono geführt hat.

» Video ansehen

 

Jazz Echo

Die erste Verleihung des Echo Jazz war ein Signal für die neue Attraktivität der Metropole Ruhr. Mit einer eigenen Preisverleihung wurde am 5. Mai in Bochum der Versuch gestartet, den Jazz in den Lichtkegel der breiten Öffentlichkeit zu lenken.

» Video ansehen

 

CREATIVE.HEIMAT

Mit CREATIVE.HEIMAT hat CREATIVE.NRW einen ersten internationalen Metropolenkongress für die Kultur- und Kreativwirtschaft initiiert. In Düsseldorf  diskutierten am 14. April 2010 renommierte Vertreter der Kultur- und Kreativszene aus dem In- und Ausland, was die herausragenden Kreativmetropolen auszeichnet.

» Video ansehen

 

Guido Heffels

Guido Heffels studierte Visuelle Kommunikation an der FH Düsseldorf und stieg bei der Düsseldorfer "Hesse Designagentur" ins Kreativ-Business ein. Nach einem Zwischenstopp bei Baader, Lang, Behnken in Hamburg wechselte er zur Ortskonkurrenz Springer & Jacoby. 1999 gründete Heffels zusammen mit drei Kollegen die Werbeagentur Heimat Berlin, die 2001 zur Newcomer-Agentur des Jahres gekürt wurde.

» Zum Interview

 

Christa Thoben

Christa Thoben, Wirtschaftsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen von 2005 bis 2010.

» Zum Interview